Tampons, Binden oder Menstruationskappen als Hilfen bei der Monatsblutung?
Mit der Pubertät beginnt für jede Frau die Zeit, die zumeist erst einige Jahrzehnte später endet und in der man ein Liedchen trällern kann, dessen Titel da lautet: „Alle Monate wieder…“
Um zu vermeiden, dass während der Zeit der andauernden Periode Blutströme aus dem Unterleib die Beine entlangfließen und sichtbare Spuren hinterlassen, gibt es längst diverse Hygiene-Artikel, von denen die Einen populärer und die Anderen unbekannter sind.
Slip-Einlagen eignen sich so ganz und gar nicht für den Einsatz während der Monatsblutung, sondern sind eher dazu entwickelt, die Wäsche bei leichtem Ausfluss zu schützen und diesen aufzufangen.
Allerdings verwenden viele Frauen während der Zeit der monatlichen Regel dennoch Slip-Einlagen als zusätzlichen Schutz; die meisten dieser Frauen benutzen in Hinblick auf die Monatsblutung jedoch Tampons und wirken mit dem zusätzlichen Einsatz von Slip-Einlagen nur der Angst und der Möglichkeit entgegen, dass dem Tampon doch etwas entgehen oder eher überlaufen könnte.
Da Tampons im Grossen und Ganzen nicht sichtbar sind und im Alltag auch mit keinen großen Einschränkungen verbunden sind, denn man kann weiterhin String-Tangas tragen oder auch ins Schwimmbad gehen, ohne dass der Tampon sich abzeichnen würde. Im Schwimmbad ist man dann aber stetig bemüht, dass nicht doch der Faden, an dem man den Tampon wieder herauszieht, aus der Badekleidung rutscht.
Tampons gibt es in verschiedenen Grössen und für verschiedene Intensitäten der Regel, so dass auch junge Mädchen, die erst ihre erste Periode erleben, diese Hilfsmittel bereits nutzen können.
Allerdings leiden einige Frauen unter TSS und können daher keine Tampons benutzen, andere können sich mit diesen „Fremdkörpern“ in ihrem Unterleib nicht anfreunden und daher werden Binden genutzt, die wie Slip-Einlagen einfach in die Unterwäsche eingelegt werden.
Binden sind allerdings sehr viel saugfähiger und daher auch speziell für den Gebrauch während der Monatsblutung geeignet: auch sie gibt es in verschiedenen Stärken – für schwache Blutungen, für die stärksten Tage, für die Nächte, während derer man die Binde seltener wechselt und welche sich daher mit mehr Flüssigkeit voll saugt.
Aber auch Binden haben Nachteile: zum Einen sind sie größer und unhandlicher als Tampons, die man einzeln verpackt auch unauffällig im Portemonaie oder der Hosentasche mit sich tragen kann. Natürlich hinterlassen sie auch mehr Müll als Tampons und wer Binden nutzt, kann nicht ins Schwimmbad gehen und von hautenger Kleidung ist auch abzuraten, da hier doch schnell sichtbar wird, dass dort „etwas drunter“ ist.
Zudem entsteht insbesondere bei den Binden für die stärkeren Tage der Periode schnell das Gefühl, als trage man eine Art Windel und die Binden können zudem vollgesogen den Unterleib doch auch ein wenig reizen.
Glücklicherweise macht auch hier der Fortschritt nicht halt und die Binden werden immer saugstärker, aber dennoch dünner und sind wie zum Beispiel die always ultra einzeln verpackt, so dass man sie auch mit sich tragen kann, ohne dass sie in der Tasche großes Aufsehen erregen würden und die Verpackung eignet sich gleich dazu, um die vorherige benutzte Binde darin einzurollen, so dass sie sich leicht entsorgen lässt, während man Tampons entweder in Hygienebeuteln oder in Toilettenpapier eingewickelt wegwirft, um keine Blutspuren im Mülleimer zu hinterlassen, welcher nach einiger Zeit einen eigentümlichen Geruch entwickeln.
Jedoch klagen auch viele Tampon-Nutzerinnen über leichte Unverträglichkeiten: hier scheuert der vollgesogene Tampon zwar nicht im Slip, aber sehr viele Frauen bemerken hier, dass ihre Scheide durch den Gebrauch von Tampons trockener wird.
Ein noch eher unbekanntes Produkt der weiblichen Hygiene sind, obwohl sie schon vor recht langer Zeit erstmals entwickelt wurden, die sogenannten Menstruationskappen oder auch Menstruationstassen genannt.
Nutzerinnen, die von Tampons zu diesen umschwenken, berichten oft begeistert, dass diese Produkte absolut verträglich sind und Einige meinen gar, dass sie sehr viel weniger von Unterleibskrämpfen geplagt werden, seit sie diese Menstruationskappen verwenden. Bei diesen Tassen handelt es sich um eine Art Trichter aus Silikon (teilweise auch aus Latex, weswegen Allergikerinnen sich im Vorfeld genau über das Material informieren sollten), welcher unten verschlossen ist und der mit der Öffnung nach oben in den Intimbereich eingeführt wird, so dass das abfliessende Blut aufgefangen wird.
Menstruationskappen werden nicht ausgewechselt, sondern lediglich entleert, gereinigt und wieder eingesetzt, so dass diese einmalige Anschaffung auch gegenüber dem regelmässigen Nachkauf von Binden oder Tampons in finanzieller Hinsicht ein Plus-Geschäft ist. Weiterhin wird so übermäßiger Verpackungsmüll vermieden und man muss sich auf Reisen auch keine Gedanken machen, ob man genug Hygieneartikel dabei hat oder ob es am Ziel in der Nähe ein Geschäft gibt, in dem man diese eventuell kaufen könnte.
Da sich hier vergleichsweise viel Flüssigkeit sammeln kann, müssen die Menstruationstassen auch nicht so häufig ausgeleert und gereinigt werden.
Die Menstruationskappen lassen sich, da sie ebenfalls innerlich angewandt werden, also am Ehesten mit Tampons vergleichen.
Jedoch gibt es auch in Bezug auf die Menstruationskappen Gegenstimmen, die befürchten, dass, da die Tassen das Blut nur auffangen, aber nicht aufsaugen, eine Art Rückfluss entstehen könnte, der letztlich zu gesundheitlichen Problemen, wie Endometriose, führen könnte. Hier sind sich aber auch die Experten bisher uneinig und im Gegenzug mutmaßen Andere wiederum, dass es auch beim Gebrauch von Tampons zu einem solchen Phänomen kommen könnte, da Menstruationsflüssigkeit doch auch immer etwas Gewebe beinhaltet, was Tampons eventuell nicht vollständig in sich aufnehmen könnten oder dass auch ein zu vollgesogener Tampon neu heranfließende Flüssigkeit zurückstoßen könnte.
Letztlich lässt sich die Frage nach der verwendeten Monatshygiene nur ganz persönlich beantworten und egal, welche Form des Schutzes sie auch favorisieren, so haben doch alle Frauen eines gemein: denn es gibt wohl kaum eine Frau, die nach dem letzten Tag ihrer Periode nicht aufatmet und sich freut, dass die „Monatsplage“ wieder einmal vorüber ist.
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