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Spass-Party-Spiele par excellence

 

Auch wenn man längst erwachsen ist, sind Spiele-Abende im Freundeskreis immer wieder beliebt.
Während man in ruhigeren Runden doch eher auf Klassiker wie „Monopoly“ oder auch immer häufiger „Die Siedler von Catan“ sowie „Risiko“ zurückgreift, kommen in lustigeren Runden oftmals spezielle Partyspiele eingesetzt, die sowohl mehr an Aktion als auch ein Plus an Interaktion verlangen.

Großes Amüsement bereitet immer wieder „Tabu“, bei welchem es darum geht, Dinge zu umschreiben, ohne die (vorgegebenen) Wörter zu benutzen, die man in diesem Zusammenhang eigentlich am Ehesten benutzen würde: wie umschreibt man „Schiff“ ohne „Fahrzeug“ und ohne „Wasser“?
„Tabu“ sorgt sowohl für Spass angesichts der Verbal-Verrenkungen, mit denen manch ein Mitspieler einen gesuchten Ausdruck zu umschreiben versucht, als auch für Gelächter und Verwirrung, wenn sich letztlich herausstellt, dass der zu erratende Begriff „Achterbahn“ war und die Ratenden mitunter (selbst erlebt!) sowohl „Diaphragma“ als auch „Fahrrad“ in der Umschreibung erkannt zu erraten meinten.

Einem ähnlichen Spiel-Prinzip folgt „Activity“, bei welchem die gesuchten Begrifflichkeiten nicht nur verbal, sondern auch mal pantomimisch oder zeichnerisch dargestellt werden müssen, wobei hier auch mangelndes Talent besonders deutlich hervortritt und das gemalte „edle Ross samt Reiter“ vielleicht eher einem Pudel im Pullover gleicht.

„Teamwork“ wird im Zweier-Team gespielt: hier bekommt das Team, welches aktuell an der Reihe ist, per Kärtchen einen Begriff vorgegeben, welcher von den Anderen erraten werden muss.
Dabei muss das Erklärer-Team einen gemeinsamen Satz bilden, wobei jeder Spieler diesen nur um jeweils ein Wort ergänzen darf, sich die Beiden im Vorfeld aber nicht absprechen dürfen: haben beide Spieler denselben Ansatz im Kopf, funktioniert das recht gut. Haben sie diesen Ansatz nicht, wird die Umschreibung schnell zum seltsamen verbalen Tauziehen, da jeder Spieler versucht, den Team-Partner zu seiner Beschreibung zu locken. So entstehen auch sehr obskure Sätze, die nicht nur die ratenden Mitspieler irritieren, sondern auch die Erklärer, die oft nicht mehr wissen, was der Team-Partner nun eigentlich sagen will und wie man nun noch zum gesuchten Begriff kommen soll.
Beim Spielen von „Teamwork“ wird zudem schnell deutlich, wer von den Mitspielern sich tatsächlich auch ohne Worte versteht, was befremdlich wirken kann, wenn das Paar, welches eine langjährige Beziehung hat, an jedweder Beschreibung scheitert und hier meilenweit auseinanderdriftet, während das Team bestehend aus einem Nachbar und einer Arbeitskollegin, welche sich erst im Rahmen des Spiele-Abends kennengelernt haben, sich einen derartigen Schlagabtausch liefert, dass man das Gefühl hat als hätte man sich zuvor abgesprochen oder als würde man gemeinsam abwechselnd einen Satz vorlesen. Teilweise irritiert es auch, wenn Geschwister in verschiedenen Teams sind, welche eine offensichtliche Hassliebe pflegen und bereits bekannt für ihre Zickereien sind, und innerhalb kürzester Zeit jeweils das vom Geschwister-Team beschriebene Wort benennen können, auch wenn der beschreibende Geschwisterteil nebst Spielpartner klar unterschiedliche Erklärungsansätze verfolgen und sich offenbar selber längst nicht mehr verstehen.

Bei „Teamwork“ wird Selbiges schnell deutlich sichtbar und neben dem allgemein gehaltenen Original gibt es „Teamwork“ inzwischen auch in verschiedenen themenspezifischen Versionen „Teamwork Musik“, „Teamwork Fussball“, „Teamwork Feste und Feiern“, wobei insbesondere „Fussball“ und „Musik“ noch mehr Spass machen, hat ein Grossteil der Mitspieler möglichst wenig Ahnung vom jeweiligen Thema.
Denn wie umschreibt man Begriffe, von denen man die Definition nicht kennt?

Auch „Äpfel zu Äpfeln“ macht immer wieder Freude: hier erhalten alle Mitspieler diverse Karten mit verschiedenen Begrifflichkeiten. Reihum nennt ein Mitspieler dann einen Begriff und die Anderen müssen eine ihrer Karten auslegen, die ihrer Meinung nach am Ehesten zum ausgelobten Ausdruck passen.
Anfangs ist dies noch relativ unproblematisch, aber da die Anzahl der Karten mit jeder Runde schwindet, muss man letztlich genau abwägen, welchen Begriff man auslegt und somit fortgibt.
Der Mitspieler, welches das Wort vorgab, wählt letztlich aus den ausgelegten Karten diejenige aus, deren Aufdruck seiner Meinung nach am Besten zum Vorgegebenen passt (oder auch nicht) und der Spieler, dessen Karte erwählt wurde, hat die Runde gewonnen. Das Spiel entscheidet letztlich der Spieler für sich, der die meisten (un)passenden Begriffe gewählt hat.
„Äpfel zu Äpfeln“ wird durch die Auswahl der Karten erst lustig; in der letzten Runde ist das Spiel nur noch schräg, weil nun alle Mitspieler nur noch eine Karte haben, die sie auslegen können und so wird dann „Holz“ schnell mit „Stimmzettel“ assoziiert.
Aber auch bei den vorherigen Runden gibt es immer wieder Mitspieler, die den vorgegebenen Begriff mit den absonderlichsten Ausdrücken in Verbindung bringen und dieses dann auch noch rational begründen. Sicher: hat man „Laub“ auf der Hand und der Ansager nennt „Wald“ als Begriff, wer würde nicht die Karte abgeben, auf der „schwarzes Loch“ steht?

Möchte man sich und den Anderen beweisen, dass der älter gewordene Körper immer noch topfit und gut in Schuss ist, wird letztlich das gute alte „Twister“ hervorgekramt und man misst sich im lustigen Verrenkungswettkampf miteinander, bei dem sich oftmals herausstellt, dass die Spieler, die man zu den am Sportlichsten zählte, doch eher zu den Ungelenken zählen und umgekehrt.



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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