Reisen mit dem Auto und den Kindern
Wer schon einmal eine Autoreise mit Kindern unternommen hat, der weiss, wie mühsam und anstrengend eine solche Unternehmung zuweilen sein kann, doch manchmal lässt sich eine lange Autofahrt mit den Kleinen nicht vermeiden.
Doch mit ein wenig Vorbereitung kann eine stundenlange Fahrt auch für Kinder kurzweilig gestaltet werden.
Sofern die Kinder auch im Auto schlafen können, sollte man die Gelegenheit nutzen, das Auto am Abend reisefertig zu machen und in der Nacht loszufahren, nachdem man die schlafenden Kinder ins Auto getragen hat.
Ein Wecken der Kinder sollte möglichst vermieden werden, da unausgeschlafene Kinder zum Einen sehr mürrisch und zum Anderen in diesem Falle zu sehr von der Aufregung gepackt werden könnten.
Hier kann es hilfreich sein, die Kinder bereits in ihrer Reisekleidung schlafen zu lassen und zunächst nur mit einer leichten Zudecke zu bedecken: so sind sie auch im Schlaf bereits reisefertig.
Schuhe und Jacken könnte man im Auto bereithalten, so dass die Kinder sie nach dem Aufwachen anziehen können, bis dahin sollte man die Kinder auch im Wagen zudecken.
Für kleinere Kinder gibt es spezielle Auto-Kindersitze, welche mit einem kleinen Spieltisch versehen sind, welcher dem Kind quasi vor den Bauch geschnallt wird: dieser bietet Gelegenheit, sich zu beschäftigen.
Für grössere Kinder kann man unter Anderem ein Klemmbrett besorgen, welche sie auf dem Schoss liegend als Malunterlage nutzen können: hier sollte man in jedem Falle lediglich Buntstifte bereithalten, denn unabhängig vom Alter des Kindes, rutscht man bei unerwarteten Fahrmanövern wie plötzlichen Bremsungen schnell ab und dann ist eventuell nicht nur das Kind samt Kleidung, sondern auch das Auto, filzstiftverschmiert.
Reist man mit mehreren Erwachsenen oder ist zumindest ein jugendliches Kind dabei, empfiehlt es sich, dass sich jemand zu den Kindern setzt und sich mit ihnen beschäftigt und ihnen beispielsweise ein (Bilder-)Buch vorliest.
Ansonsten sind Hörbücher bzw. Hörspielkassetten von jeher eine gute Ablenkung für Kinder.
Für grössere Kinder, welche schon Lesen und Schreiben können, bieten sich zudem Spiele wie „Gestalte einen Satz aus den Buchstaben auf dem Nummernschild des nächsten blauen Autos“ an.
In diesem Zusammenhang gibt es diverse Büchlein, welche verschiedene „Autospiele“ vorstellen und die nur wenig Platz im Wagen benötigen, dabei aber zuweilen jede Menge Spielspass in sich bergen.
Die „Beschäftigungsmaterialien“ für die Kinder sollte man aber nicht unkontrolliert im Auto herumliegen lassen, sondern sie stattdessen vorzugsweise in sogenannten Rückenlehnen-Taschen verstauen, so dass die Kinder ihre Sachen vor sich und direkt in Reichweite haben.
Diese Taschen bieten zudem den Vorteil, dass man sie später einfach so mit aus dem Wagen nehmen kann und nicht zunächst noch Spielzeug zusammenklauben und sich damit beladen muss.
Generell sollte man auf Autoreisen mit Kindern diese Ordnung walten lassen: es ist zwar einfach, dieses oder jenes später noch irgendwie mit in den Kofferraum zu werfen, rächt sich aber spätestens bei der Ankunft, wenn man sich erst durch diverse einzelne Sachen wühlen muss, um an die Koffer heranzukommen.
Ein simpler Haufen Koffer lässt sich auch mit Kindern einfacher bewältigen als diverse Koffer, Kinder und noch viel nachträglich in den Kofferraum gegebener Kleinkram.
Ergo: man packt die benötigten Reiseutensilien in Koffer oder Taschen und platziert diese im Kofferraum, vorzugsweise so, dass sich auch in Kombis die Kofferraumabdeckung noch problemlos anbringen lässt.
Ohnehin sollte man den Kofferraum aus Sicherheitsgründen nicht komplett voll packen, so dass man nicht mehr aus dem Rückfenster sehen kann. Wer mit derart viel Reisegepäck reist, sollte sich ernsthaft mit der Anschaffung einer Dachbox auseinandersetzen.
Einige Dinge sollte man aber nicht ausserhalb der Reichweite verstauen: auch wenn es im Sommer warm ist, so kann man letztlich doch ein wenig frösteln und ist über eine Jacke in greifbarer Nähe sehr froh.
Ebenso erfreut man sich im kalten Winter vielleicht an der Heizung, die es ermöglicht, dass man es bereits im Pullover angenehm warm hat – zumindest, bis man dann im Stau steht und es nicht mehr vorwärts geht.
Eine Jacke sollte also prinzipiell in der Nähe sein.
Ebenso sollte man Getränke und kleine Snacks nicht ausschliesslich in einer Tiefkühlbox im Kofferraum untergebracht haben.
Besonders Kinder klagen doch häufiger über Durst und verlangen nach etwas zu trinken oder alternativ eben nach etwas zu essen.
In diesem Zusammenhang kann es sich rentieren, wenn man sich im Vorfeld über Raststätten entlang der Route informiert hat: nicht nur, dass diese im Gegensatz zu einigen Rastplätzen, generell über Sanitäranlagen verfügen, gibt es auf dem Gelände von Raststätten oder auch Autohöfen oftmals einen Spielplatz, auf welchem sich die Kinder zwischendurch austoben kann.
Zudem sollte man die Rückenlehnen-Taschen der Kinder mit Springseilen bestücken, so dass die Kinder sich generell bei jedem Halt etwas an der frischen Luft beschäftigen können.
Ausreichende Pausen sollten ohnehin in regelmässigen Abständen eingeplant werden, nicht nur, um den Kindern Bewegung zu gewähren, sondern weil es allen Mitfahrern sicherlich gut tut.
Letztlich lässt sich also zusammenfassen, dass man den Kindern neben einem aufgeräumten Auto und ausreichenden Pausen auch eine kleine Auswahl an Spielzeug bereithalten sollte.
Ältere Kinder besitzen eventuell eine eigene kleine Spielekonsole wie einen GameBoy oder einen Nintendo DS und können sich hiermit die Zeit vertreiben; gibt es zudem noch ein neues Spiel, welches die Kinder bis dahin nicht kennen, sind sie auch einige Zeit abgelenkt und insbesondere wenn es sich um eines der vielen Lernspiele handelt, erfüllt die Daddelei sogar noch einen pädagogischen Sinn.
Und am Ende der Fahrt wundert man sich, dass man schon am Ziel angelangt ist und das nach einer angenehmen Autofahrt.
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