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Porentief rein dank Matsch

 

Vor einigen Jahren fragte ich erstmals in einer Drogerie nach Heilerde und bekam von einer verdatterten Mitarbeiterin erklärt, so etwas führe man gar nicht im Sortiment, da Heilerde kaum nachfragt werde.

In einer anderen Drogerie, nur einen Steinwurf entfernt, wurde ich dann aber doch fündig: dort stand Heilerde ganz unten im Regal bei diversen Nahrungsergänzungsmittelchen. Auch das dortige Personal erklärte, dass Heilerde im Allgemeinen eher als „alternatives Öko-Zeugs“ verschrien  und alles Andere als ein Verkaufsschlager sei, aber man habe sich doch eine gewisse kleine Stammkundschaft aufgebaut, die regelmässig Heilerde in ihr Einkaufskörbchen packen würde.

Vor Allem würden viele ältere Damen auf Heilerde vertrauen und diese oftmals auch ihren pubertierenden Enkeln empfehlen, sodass die Nachfrage auch weiterhin wüchse.

Und während Heilerde noch vor 10 Jahren ein eher unbeachteter Geheimtipp war, boomen heute Pflegeprodukte, welche Heilerde beinhalten.

Die reine Heilerde stellt immerhin noch den Klassiker schlechthin dar: persönlich machte ich mit ihr gute Erfahrungen, als es darum ging, eine Akne zu behandeln.

Denn nachdem diverse dermatologische Behandlungen von nur minderem Erfolg gekrönt waren, meinte eine mir bekannte Leistungsschwimmerin, ich solle es doch auch einmal mit Heilerde-Masken versuchen. Ohne solche würde ihre Haut aufgrund des Chlor-Kontaktes auch absolut krank und unrein aussehen.

Im deutschsprachigen Raum wird reine Heilerde hauptsächlich von den Firmen Luvos und Bullrich`s vertrieben. Die Heilerden der verschiedenen Hersteller stehen sich gegenseitig allerdings in nichts nach, Unterschiede gibt es höchstens in der Preisfrage.

In dieser Hinsicht lohnt sich ein Vergleich immer, da man nicht klar sagen kann, dass ein Hersteller seine Heilerde in jedem Fall günstiger vertreibt.

Daher schwanke ich auch immer zwischen den verschiedenen Firmen und kaufe jeweils die Heilerde, welche zum Zeitpunkt des Kaufes günstiger ist.

Die Gebrauchsanweisungen fallen aber überall kurz und knapp aus, obschon es auch in Sachen Gesichtsmaske hier noch sehr viele Tipps zur Anwendung gibt:

1. Die Mengen-Angaben stimmen so gut wie nie: oft werden Angaben wie „drei Esslöffel Heilerde auf die dreifache Menge Wasser“ gemacht. So entsteht statt eines streichfähigen Breis allerdings eher ein Gesichtswasser, welches sich nicht als Maske verwenden lässt.

Meiner Erfahrung nach sind drei Esslöffel Heilerde allerdings tatsächlich eine gute Basis für eine Gesichtsmaske: empfehlenswert ist es, diese in ein Schüsselchen zu geben und ganz langsam Wasser unterzurühren, bis aus der pulverigen Heilerde ein hübscher Matsch geworden ist.

Zudem ist es immer besser, zu wenig zu haben und noch Maskenmasse nachzubereiten müssen als später sehr viel (oder gar alles, wenn es zu flüssig wurde) wegschütten zu müssen.

2. Bei vielen Menschen ist das Leitungswasser kalk- oder eisenhaltig: um jegliche „harten Ablagerungen“ zu vermeiden ist es ratsam, die Heilerdemaske mit Thermalwasser anzurühren. Dieses wird zumeist in Sprühflaschen verkauft, wodurch bei der Herstellung der Gesichtsmasken eine Überdosierung schon fast ausgeschlossen ist.

Alternativ kann man auch auf simples Mineralwasser zurückgreifen: hier kann man die Verschlusskappe auch als Dosierhilfe für das Wasser verwenden.

Hat man zunächst Leitungswasser-Heilerde-Masken verwendet, wird man bereits bei der ersten Thermal-/Mineralwasser-Heilerde-Maske positiv überrascht feststellen, dass diese viel frischer und effektiver sind.

3. Man kann den Heilerde-Brei ruhig auch mal ganz dick auftragen, so dass er zum Antrocknen ein bis zwei Stunden benötigt.
Die Wirkung erscheint mir so sehr viel intensiver, da Heilerde allerdings eine austrocknende Wirkung benötigt, sollte jemand, der von Natur aus über trockene Haut verfügt, sich doch mit dünneren und kurzweiligeren Masken begnügen.

Bei starken Hautproblemen kann man eine dünn aufgetragene Schicht der Heilerde-Maske auch über Nacht einwirken lassen: dann sollte man sich aber nicht in die beste Bettwäsche betten und das Kopfkissen zusätzlich mit einem alten Handtuch schützen, da die Maske naturgemäss auch ein wenig krümeln wird.

4. Wie schon erwähnt wirkt Heilerde oft recht austrocknend und wenn die Haut nach der Anwendung leicht gerötet ist und sich gespannt anfühlt, ist dies zwar ein Zeichen ihrer Wirkung, aber nicht unangenehm.
Um dem vorzubeugen, rate ich dazu, die Maske nicht nur mit Heilerde und Wasser anzurühren, sondern ihr auch gleich ein wenig reines Jojoba-Öl beizugeben.
Spannt die Haut nach dem Abwaschen der Maske noch, kann man ebenfalls etwas Jojoba-Öl einmassieren.

Heute muss man allerdings längst nicht mehr zwingend einen solchen Aufwand zur Herstellung einer Heilerde-Maske betreiben, da es diese auch schon als „Fertig-Produkte“ in den Handel geschafft haben.

Auch ich habe solche schon des Öfteren getestet, verwende aber so häufig Heilerde-Masken, dass es mich finanziell gesehen deutlich günstiger kommt, diese Masken selbst anzurühren. Zudem stellte ich fest, dass die Fertig-Masken bei mir oftmals gar keine Wirkung zeigten, was nicht weiter verwunderlich war, nachdem mein Dermatologe dann feststellte, dass meine Haut auf diverse Duft- und Konservierungsstoffe empfindlich reagiert: in allen Masken war mindestens ein Konservierungsstoff, von dessen Gebrauch vor Allem Akne-Patienten oft generell abgeraten wird.

Jemand mit unempfindlicher Haut, der Heilerde-Masken nur als zusätzliche Pflege verwenden will, wird die Fertigprodukte hier aber sicherlich als sehr praktisch empfinden; allgemein gilt: einfach mal probieren!

Auch kann man heute Reinigungsprodukte erstehen, welche Heilerde enthalten: alternativ kann man aber auch etwas Heilerde in der Hand mit ein wenig Wasser vermischen, die angefeuchtete Haut damit abreiben und das Gesicht im Anschluss mit klarem Wasser abwaschen.

Diese Reinigungsmethode eignet sich allerdings nur bei ungeschminkter Haut: denn Make up wird so kaum entfernt. Ich bevorzuge reine Heilerde als Reinigungsprodukt daher zur minimalistischen, morgendlichen Gesichtswäsche.

Zudem kann man heute sowohl Gesichtswasser als auch Pflegeprodukte kaufen, welche Heilerde enthalten und im Anschluss an die Gesichtsreinigung benutzt werden: theoretisch könnte man sicherlich auch eine einfache Tagescreme mit etwas Heilerde-Pulver versetzen oder Thermal-/Mineralwasser in eine Sprühflasche geben, welcher man ein wenig Heilerde beigibt.

Praktisch macht sich das aber weniger gut, da sich die Heilerde nicht vollständig auflöst und die Creme also im schlimmsten Fall braune Krümel auf der Haut hinterlässt, während das so selbst angerührte Gesichtswasser das ganze Gesicht schnell bräunlich verfärben kann.

Da sind die bereits gebrauchsfertigen Produkte aus dem Laden sicherlich die bessere Wahl, aber es eignet sich nichts besser als die reinen Heilerde-Masken, um zunächst überhaupt einmal herauszufinden, ob Heilerde überhaupt tatsächlich das Mittel der Wahl ist.

Die reine Heilerde sollte allerdings von den meisten Menschen gut vertragen werden; bei mit Heilerde angereicherten Produkten liegt es an jedem selbst, herauszufinden, ob er diese in ihrer Zusammensetzung verträgt.

Im Allgemeinen ist Heilerde als Gesichts- oder Körperpflege (eine im Ausschnitt angewandte Heilerde-Maske kann wahre Wunder bewirken, wenn es um das Erscheinungsbild des Dekolletés geht)  zu Recht vom Geheimtipp zum vielbeachteten „Wundermittel“ geworden: meine Akne hatte sich dereinst nach zwei Wochen täglicher Heilerde-Masken derart zurückgebildet, dass meine Haut allenfalls noch leicht unrein, aber nicht länger aknegeplagt, erschien.

Auch als ich die Masken daraufhin reduzierte, bis ich letztlich nur noch eine Maske pro Woche benutzte, verschlechterte sich das Hautbild nicht mehr.

Heute nutze ich Heilerde-Masken immer noch sehr gerne während der Periode, einer Zeit, in der meine Haut gerne verrückt spielt, oder auch in den Tagen vor besonderen Anlässen.

Durch die Behandlung mit Heilerde erscheint die Haut deutlich feinporiger und matter; sie fettet weniger schnell nach und fühlt sich auch ebener an, nachdem die Heilerde die Poren tatsächlich spürbar bis in die Tiefe hinein vom Schmutz befreit.

Inzwischen bin ich zudem in einem Alter, in dem man auch beginnt sich darüber zu freuen, wenn die Haut sichtbar entknittert wird: (Knautsch-)Falten haben dank Heilerde-Masken keine Chance.

Wer seiner Haut etwas Gutes tun will, sollte es in jedem Fall einmal mit Heilerde versuchen!



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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