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Nein, ich sehe nur nicht krank aus

 

Ich bin von Natur aus schon ein eher blasser Haut-Typus: damit meine Haut Farbe annimmt, muss sie schon intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, wobei die Sonnenstrahlen, welche auf das nordwesteuropäische Flachland treffen schon eher zu schwach sind, um meine Haut braun werden zu lassen, während sie in südlichen Gefilden doch sehr schnell Farbe ansetzt.  Nun wohne ich aber weder im Süden noch ist es gesund, sich übermässig der prallen Sonne auszusetzen.
Jedoch finde ich meine helle Hautfarbe auch ein wenig ungesund anmutend. Noch dazu kommt, dass ich an einer seltenen Erbkrankheit erkrankt bin und in diesem Zusammenhang häufiger bei Ärzten oder auch im Spital anzutreffen sind, da mit der Erkrankung doch sehr viel Symptome einhergehen, die sich ab und an doch etwas deutlicher niederschlagen. Kurzum: ich bin oft nicht nur einfach blass, sondern auch krank und sehe dann entsprechend noch mehr nach frischgekalkter Wand aus.

Nun habe ich mir aber fest vorgenommen, mich von meiner Krankheit nicht unterkriegen zu lassen  und ich möchte auch nicht, dass andere bei meinem Anblick gleich denken, dass es mir aber schlecht geht, weil ich so unglaublich blass und fahl aussehe, so dass ich mir also regelmässig einen optisch gesünder scheinenden Teint herbeifälsche.

Erstens

Vor einigen Jahren entdeckte ich meine Vorliebe für Multivitaminsaft, in meinem Falle das Multi-Fruchtsaftgetränk von Christinen, und nachdem ich einige Zeit lang täglich zwei Liter dieses Saftes getrunken habe, bemerkte meine Mutter, dass meine Hautfarbe sehr viel frischer aussehen würde, seit ich diesen Saft trinke, was ich nur bestätigen konnte. Dieser Effekt lag sicherlich am enthaltenen Carotin.

Carotin birgt eine leicht färbende Wirkung in sich; zeitweise versuchte ich es auch mit simplen Carotin-Kapseln, wie man sie bei den Nahrungsergänzungsmitteln oft findet. Hier zeigte sich aber nur schwer ein sichtbarer Effekt und die Haut sah dann auch sehr gelblich aus.

Probeweise habe ich auch mal einen anderen reinen Multivitaminsaft getrunken: beim Christinen Multi-Fruchtsaftgetränk handelt es sich, wie der Name schon sagt, immerhim um keinen „richtigen“ Saft. Aber obschon der Fruchtgehalt beim anderen Saft nun erheblich grösser war und es mir logisch erschien, dass hier nun auch mehr wirksames Carotin enthalten sei, blieb eine sichtbare Veränderung der Hautfarbe doch aus und ich blass wie anno dazumal.

Das Multi-Fruchtsaftgetränk von Christinen kann ich aber nur empfehlen: der tut meiner Hautfarbe wirklich gut ohne dass sie zu sehr ins Orange gehen würde oder man eben merken würde, dass der Ton nicht von einigen Aufenthalten an der Sonne herrührt. Zudem ist es eben wirklich lecker.

Zweitens

Seit geraumer Zeit verwende ich zur Pflege sehr gerne das Karottenöl von Diaderma: dies trage ich einfach auf die zuvor gereinigte Haut auf, solange sie noch leicht feucht ist, da so auch die Pflegewirkung besser zur Geltung kommt. Die Haut wird hier sehr reichhaltig versorgt und fühlt sich auch angesichts von Kälte und trockener Heizungsluft noch sehr geschmeidig an.

Das orangefarbene Öl hat aber eine tatsächlich stark färbende Wirkung: hier sollte man immer darauf achten, nicht zuviel des Öls zu verwenden. Eine nur kleine Menge reicht auch vollkommen aus, um damit einmal über das gesamte Gesicht streichen zu können – nimmt man nicht allzuviel davon, zieht das Öl auch sehr schnell ein und hinterlässt keine sichtbaren Rückstände, ausser der Farbe, auf der Haut. Erwischt mna hingegen zuviel, glänzt die Haut sehr schnell und versucht man den Glanz mit einem Kosmetiktuch abzunehmen, entfernt man auch automatisch die Färbung. So gesehen ist das Diaderma Karottenöl eher ein schlechtes, weil gleich lösliches, Make up und als Nachtpflege gänzlich ungeeignet, da es die Bettwäsche verfärben würde. Auch allgemein gilt hier: erst anziehen, dann einölen.

Ich benutze das Öl aber dennoch sehr gerne im Alltag, wenn ich ungeschminkt bin und auch in meiner Krankenhaustasche findet sich das Öl regelmässig wieder. Es ist im Übrigen in ein Glasfläschlein abgefüllt, welches über eine recht grosse Öffnung verfügt, und nachdem ich den Deckel zuletzt ordentlich und fest aufgedreht zu haben meinte, die Flasche im Kulturbeutel aber trotzdem leicht ausgelaufen war, fülle ich es aber um, bevor es ins Gepäck kommt und trage nicht die eigentliche Flasche in der Tasche mit mir. In der nächsten Apotheke habe ich mir einen kleinen Kunststoff-Pumpspender gekauft, der noch über einen zusätzlichen Deckel verschlossen wird. Hier kam es seither noch zu keinem Malheur und das Öl lässt sich aus dem Spender heraus auch viel besser dosieren.

Die so entstehende Tönung der Haut ist übrigens noch sehr natürlich: sofern man tatsächlich nur etwas des Öls nimmt, erscheint der Teint leicht golden, so als habe man im Sommer drei Tage lang im Garten gearbeitet und währenddessen entsprechend Sonne getankt. Erwischt man aber zuviel des Öls, sieht man schnell wie eine Karotte aus.

Eine Alternative zum Diaderma Karottenöl stellt die Karottencreme von Lavera  (basis sensitive-Reihe) dar: diese ist, verglichen mit dem Öl, doch sehr viel fester und hier stellt auch die Dosierung von vornherein kein Problem dar. Diese Creme bewirkt eine ähnliche Tönung der Haut wie das Karottenöl, wobei die Hautfärbung meiner Meinung nach hier noch schwächer ausfällt und auch die Pflegewirkung ist zwar unbestritten, aber doch viel weniger intensiv. Für normale Haut ist die Lavera Karottencreme sicherlich absolut reichhaltig genug, aber bei zu Trockenheit neigender Haut würde ich dann doche her zum Karottenöl von Diaderma raten.

Drittens

Man möchte ja nicht täglich mit Karottenöl/Karottencreme hantieren bzw. ab und an schminke ich mich dann auch doch noch und benutze lieber eine Feuchtigkeitscreme ohne Tönungseffekt als Grundlage.

Vor zwei, drei Jahren boten noch sehr viele Kosmetikfirmen Tagescremes an, welche einen leichten Selbstbräuneranteil beinhalteten, und so langsam eine Bräune aufbauten, welche auch einige Tage anhielt. Der Boom hielt nur kurz an und viele, wenn auch nicht alle, dieser Produkte sind inzwischen bereits wieder vom Markt verschwunden, obschon sie weitesgehend doch recht praktisch und wirksam waren, wie ich feststellen konnte, da ich diverse dieser Cremes ausgetestet hatte.

Heute vermische ich zumeist einfach etwas herkömmlichen Selbstbräuner (ich bevorzuge hier die Selbstbräunungscreme von Balea, welche auch für empfindliche Haut geeignet ist) mit meiner normalen Tagescreme, was die färbende Wirkung etwas verringert und benutze dieses Gemisch ca. alle drei Tage bzw. nach Bedarf. So hat die Haut dann generell immer eine leichte Tönung und sieht frischer aus (aufgrund der längeren Haltbarkeit auch praktisch bei Spitalaufenthalten). Unter die einfache Creme gehoben und derart abgeschwächt, wird die Bräunung auch immer sehr gleichmässig, so dass hier also eigentlich niemand Angst haben müsste, dass die Bräunung scheckig wird.
Von Lavera gibt es nach wie vor eine "Sommerbräune"-Gesichtscreme, welche nach und nach mittels beigesetztem Selbstbräuner Farbe aufbaut - in diesem Zusammenhang möchte ich festhalten, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass selbstbräunende Produkte von Naturkosmetik-Herstellern oftmals zarter und einfach natürlicher wirken als ähnliche Produkte von Produzenten konventioneller Kosmetik; die Balea Selbstbräunungscreme wäre mir persönlich pur angewandt auch viel zu färbend. Da habe ich frühzeitig gemerkt, dass diese Creme, abends aufgetragen, bis zum nächsten Morgen doch eine deutliche Farbe entstehen lässt, während sich der Hautton unter dem Selbstbräuner-Creme-Gemisch langsam und gleichmässig verändert, eben so wie unter normaler Sonneneinwirkung.  

Am Körper verwende ich ab und an ebenfalls eine mit Selbstbräuner versetzte Körperlotion, aber mein Augenmerk liegt erst einmal darin, eine gesunde Gesichtsfarbe vorweisen zu können. Das Karottenöl bzw. die Karottencreme würde ich am Körper natürlich nicht verwenden, nicht nur, weil ich am gesamten Körper angewendet doch grosse Mengen benutzen müsste, sondern vor Allem auch, weil ich nicht möchte, dass meine Kleidung verfärbt.

Aber wie gesagt: eine gesund erscheinende Gesichtsfarbe ist mir zunächst einmal am Wichtigsten; ich muss, wenn ich über einen Krankenhausflur laufe, ja nicht sofort als Patientin erkannt werden.



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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