Nagelbruch war gestern
Vor Allem Frauen klagen häufig über ihre brüchigen Nägel: während die Einen ihre Nägel nur aus diesem Grunde möglichst kurz halten, tragen die Anderen Kunstnägel, um ihre Naturnägel zu verbergen. Bis vor einigen Jahren neigten meine Fingernägel auch noch dazu, schnell zu brechen oder zumindest einzureissen. Allerdings bin ich weder ein Fan von Kunstnägeln noch von streichholzkurzen Fingernägeln. Ich probierte damals zunächst diverse Nagelhärter aus, wobei mich hiervon keiner so recht überzeugen konnte: der Erste schien eine dicke, kleberartige Schicht zu hinterlassen; der Zweite roch angenehm; der Dritte war so zäh, dass man ihn kaum mit dem Applikator verstreichen konnte und fast alle rochen äusserst unangenehm.
Letztlich konnte ich meine Nägel mit ganz unscheinbaren Hausmitteln und teils sogar einfach per Nahrung deutlich erhärten: brüchige Nägel hängen oft mit Zinkmangel zusammen. Zum damaligen Zeitpunkt war ich der Meinung, dass ich mich doch sehr ausgewogen ernähren würde und jegliche Mangelerscheinungen dadurch ausgeschlossen werden könnten.
Der Zufall wollte es dann allerdings, dass ich Haferflocken als mein liebstes Frühstück entdeckte: mit viel Milch zu einem Brei verrührt, der mir so zuwenig süss war, so dass ich zunächst mit simplen Haushaltszucker, später mit Traubenzucker, süsste. Allerdings missfiel mir diese Art der Zuckerbeigabe und irgendwann fand ich durch Probieren heraus, dass man die Haferflocken statt mit simpler Milch auch mit Kakao anrühren könnte: durch den im Kakaopulver ebenfalls enthaltenen Zucker wurden die Haferflocken ausreichend gesüsst und zusätzlich verlieh der Kakao dem Ganzen noch einen schokoladigen Hauch.
Nun ist es so, dass vor Allem Haferflocken, aber auch Kakao, doch auch zu den zinkhaltigeren Mitteln gehören und nach knapp drei Wochen, in denen mein morgendliches Frühstück jeweils aus einer Müslischale Haferflocken mit Kakao bestanden hatte, spürte ich erstaunlicherweise eine deutliche Verbesserung, was die Härte meiner Nägel angeht. Scheinbar war tatsächlich ein Zinkmangel Ursache für die vorherige Brüchigkeit.
Allerdings war es natürlich so, dass mir die tägliche Haferflocken-Ration dann doch auch mal zuviel war und ich lieber etwas Anderes frühstücken wollte. Ohnehin sind Haferflocken und Kakao nicht die einzigen Nahrungsmittel mit einem hohen Zinkgehalt. In dieser Hinsicht sind weiterhin unter Anderem Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Käse (insbesondere Camembert oder auch Emmentaler), Mais (also auch Cornflakes), Fisch sowie Meeresfrüchte sehr zu empfehlen.
Natürlich gibt es auch Zink-Präparate im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel, wobei eine tägliche Zink-Dosis nicht höher als 50 Milligramm sein sollte. Ich kann allerdings nur sagen, dass diese Nahrungsergänzungsmittel vollkommen unnötig sind, wenn man nur darauf achtet, dass man auch immer diverse Lebensmittel mit höherem Zink-Anteil zu sich nimmt.
So wurden meine Nägel zwar bereits deutlich widerstandsfähiger, aber auch dieser Widerstand liess sich irgendwann brechen und die Nägel rissen doch leicht ein.
Damals hatte ich allerdings auch noch mit Hautproblemen zu kämpfen und zu dem Zeitpunkt wurde Kieselerde sehr gross beworben: diese sei eines der, wenn nicht gar das, ultimative Heilmittel bei Hautproblemen. Daraufhin begann ich täglich etwas Kieselerde zu mir zu nehmen, zumeist in Pulver-Form, wobei ich das Pulver immer in Fruchtjoghurt einrührte, in welchem es sich komplett auflöste bzw. unauffällig und geschmackslos einfügte. Besonders bei den intensiver schmeckenden Früchte-Joghurts konnte ich letztlich nichts mehr vom Pulver wahrnehmen. Prima: laut Packungsbeilage sollte man das Pulver nämlich auch in Fruchtsaft auflösen können, wobei sich hier immer mehr Kieselerde am Grund des Glases ablagerte als auflöste und man das Pulver im Getränk deutlich wahrnahm.
Auf meine Haut hatte die Kieselerde allerdings gar keinen Einfluss: mein Hautbild war auch nach einigen Wochen noch so schlecht wie zuvor, aber die Haare glänzten mehr und vor Allem: die Nägel waren nahezu stahlhart.
Der Effekt war hier so deutlich, dass ich bis heute auf das Kieselerde-Pulver vertraue. Zwischenzeitlich probierte ich mein Glück zeitweise auch mit Kieselerde-Kapseln, aber ich muss einerseits sagen, dass mir die Einnahme vom Pulver deutlich leichter fällt und dass anderseits die Kapseln definitiv nicht so ein extremes Ergebnis wie das Pulver hervorriefen, sondern im Vergleich zu diesem eher wirkungslos waren.
Im Übrigen bade ich meine Hände nun einmal wöchentlich in warmem Olivenöl, was die Hände insgesamt sehr geschmeidig macht, die Nägel aber dennoch nicht aufweicht, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sich die Nägel dadurch glatter anfühlen und teils vorhandene Nagelrillen aufgepolstert werden.
Zudem massiere ich meine Nägel regelmässig mit Aprikosenöl; oftmals im Verhältnis 1:1 mit Avocadoöl gemischt. Da meine Nägel durch die regelmässige Einnahme von Kieselerde nun deutlich widerstandsfähiger sind, kann ich nicht beurteilen, inwiefern sich dies noch positiv auf die Brüchigkeit auswirkt – auch wenn ich immer wieder höre, dass grade Aprikosenöl auch sehr gut für die Festigkeit der Nägel sein soll (so ist Aprikosenöl auch häufig ein Bestandteil spezieller Nagelhärter). Allerdings verleihen diese Massagen den Nägeln einen ganz wunderbaren und gesunden Glanz, dass es teils scheint, als seien sie mit Klarlack lackiert worden, auf den ich dann doch nicht verzichten möchte.
Inzwischen sind meine Nägel immer zwischen 0,5 und 0,8cm lang und zeigen absolut keine Anzeichen von Brüchigkeit mehr. Heute reissen sie höchstens mal ein, wenn ich beispielsweise mit allzu widerspenstigen Klippverschlüssen und Ähnlichem zu kämpfen habe, und auch das nur selten.
Copyright © 2000-2012 Shopping.com Shopping.com ist ein eBay Unternehmen









