Katertipps - Wieder dem Kopfschmerz
Wo gehobelt wird, fallen Späne und wo getrunken wird, kreuzen häufig kleine oder auch grössere Katerchen den weg der Alkohol-Konsumenten.
Natürlich ist das beste Mittel, einem Kater vorzubeugen, erst gar keinen Alkohol zu trinken, aber zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel Silvester folgt dann doch schnell ein Glas auf das Nächste, so dass man am nächsten Morgen schlapp und von Kopfschmerzen geplagt aufwacht – und sich bis zur nächsten Feier schwört: „Nie wieder Alkohol!“
Aber wer clever ist, informiert sich bereits vor den alkoholgetränkten Feierlichkeiten und beugt vor anstatt hinterher den grossen Katzenjammer zu pflegen.
Bevor man zu den alkoholischen Getränken greift, sollte man in jedem Fall zunächst eine deftige und möglichst fettige Mahlzeit zu sich nehmen, um eine „Grundlage“ zu schaffen. Werden auf der Party Kleinigkeiten wie Käsehäppchen, Nüsse oder Salzstangen angeboten, heisst das Motto in jedem Falle ebenso: zugreifen!
Ein voller Magen verlangsamt die Aufnahme von Alkohol in den Blutkreislauf, verhindert sie letztlich aber nicht, was bedeutet, der Kater lässt sich lediglich Zeit mit seinem Anschleichen. Mit vollem Bauch liegt man aber nicht gleich nach dem dritten Glas jammernd in der Ecke.
Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Trinkt man nun nach jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser, wirkt man dem Wasserverlust durch den Alkoholkonsum entgegen und so trinkt man auch automatisch weniger Alkohol.
Auch sollte man Alkohol als Genussmittel betrachten und ihn entsprechend langsam konsumieren anstatt sich innerhalb einer halben Stunde gleich eine ganze Flasche Wein einzuverleiben.
Warme (wie Glühwein), süsse (beispielsweise Cocktails) oder kohlensäurehaltige Getränke (zum Beispiel Sekt) lassen den Blutalkoholspiegel im Übrigen schneller ansteigen. Zudem wird man von dunklem Alkohol zumeist schneller beduselt als von hellem Alkohol; somit eignet sich Weisswein eher für Trinkgelage als Rotwein und das grosse Glas Weizenbier ist so auch katerfeindlicher als der kleine Whiskey.
Viele Getränke enthalten nicht nur Ethanol, den reinen Alkohol, sondern sind auch mit billigerem Alkohol versehen.
Trinkt man sich nun kreuz und quer durch die Getränkekarte, nimmt man unter Umständen viele verschiedene Alkohole zu sich, welche dann in ihrer geballten Wirkung auf einen einprallen.
Von daher sollte man sich bereits zu Anfang für eine Alkoholsorte entscheiden – an Silvester ist es natürlich in Ordnung, trinkt man während des gesamten Abends Bier und stösst zum Jahreswechsel dann mit einem Glas Schampus an. Man sollte es lediglich unterlassen, von einem alkoholischen Getränk zum anderen alkoholischen Getränk zu springen.
Sofern man letztlich nicht so betrunken ist, dass man kaum noch den Heimweg findet und schlussendlich bereits auf der Fussmatte vor der Haustür einschläft, empfiehlt es sich, vor dem Schlafengehen noch möglichst einen Liter stilles Wasser zu trinken und dazu noch etwas Salziges zu essen, um sowohl den Flüssigkeits- als auch den Mineralhaushalt wieder in Balance zu bringen.
Vorsorglich kann man hier auch schon eine Schmerztablette einnehmen, welche unbedingt Acetylsalicylsäure als Wirkstoff beinhalten sollte.
Ganz geschickt ist es natürlich, wenn man, bevor man zur Party geht, Wasser und Schmerztablette bereits auf dem Nachttisch bereitstellt – ebenso eventuell eine Feuchtigkeits-Gesichtsmaske, die man nur auftragen muss und welche dann in die Haut einzieht; so wacht man am nächsten Morgen mit weitaus weniger verknittertem und fahlem Gesicht auf.
Natürlich sollte man auch nach der heftigsten Fete auch noch Zähne putzen und sich ordentlich abschminken, bevor man ins Bett fällt, aber man kennt es: manchmal schafft man es einfach nicht mehr. Wer Make up trägt, sollte daher zumindest auch Abschminktücher auf den Nachttisch legen, denn mit diesen lässt sich auch noch im Liegen und bereits halb schlafend durch das Gesicht wischen.
Bei uns in der Gegend ist es übrigens längst üblich geworden, dass man sich zum Abschluss einer privaten Feier noch in geselliger Runde in der Küche zusammenfindet, wo man gemeinsam Spiegeleier brät und diese dann ordentlich gesalzt bei einem Kasten Mineralwasser verspeist, um so den üblen Nachwirkungen nach dem Aufwachen entgegenzuwirken und die Party langsam ausklingen zu lassen.
Es empfiehlt sich nach durchzechten Nächten bei geöffnetem Fenster zu schlafen, denn Sauerstoff ist einfach gut für die Durchblutung.
Wacht man am nächsten Morgen nicht ganz so fit auf, bewirkt eine kalte Dusche wahre Wunder. Wer sich mit diesem Kälte-Schockeffekt nicht anfreunden kann, wendet entweder eine Wechseldusche mit lauwarmen und kaltem Wasser (von unten beginnend und prinzipiell zum Herzen hin) an oder nimmt ein Bad mit Hilfe eines basischen Bade-Zusatzes.
Das Wasser sollte hier keinesfalls zu heiss sein, da Hitze die Blutgefässe noch weiter erweitert als sie es durch den Alkohol ohnehin schon sind; dies schlägt sich letztlich aufs Herz nieder.
Von daher sind auch Saunagänge ebenso wenig empfehlenswert wie eine Stunde intensiven Sports, da sich die Beschwerden nicht einfach ausschwitzen lassen und übermässige Hitze/Erwärmung für den Körper eine weitere Belastung darstellt.
Ein ausgiebiger Spaziergang an frischer Luft ist übrigens aber dennoch empfehlenswert, zumindest, wenn er im Schatten stattfindet, da Sonne und intensive Lichteinstrahlung das Schädelbrummen noch verstärken können. Es ist also durchaus nicht dumm, verkatert ggf. eine Sonnenbrille zu tragen, wenn man sich nach draussen begibt.
Als Katerfrühstück eignet sich vor Allem eine warme Brühe, die einmal mehr Flüssigkeit und Mineralien bietet, denn ohnehin bekommt man, wird man von zu heftigen Nachwehen des Alkoholkonsums geplagt, oft nichzts Festes herunter und hat zumeist auch keinen grossen Appetit.
Ist der Hunger doch vorhanden, empfiehlt sich ein deftiges Frühstück voller Ballaststoffe und Mineralien, wie ein Vollkornbrot mit Lachs oder Käse und Kresse, dazu ein Krabbensalat oder eine Handvoll eingelegter Oliven und als „Dessert“ eine Banane.
Als Getränk empfiehlt sich hier ebenfalls ein Mineralwasser oder nun auch ein non-alkoholischer Fruchtcocktail aus frischgepressten Zitrussäften, um sich eine ordentliche Ladung Vitamin C zu verpassen.
Sämtliche Anti-Kater-Mittel eignen sich übrigens nur, um das possierliche Tierchen in Schach zu halten und die Beschwerden zu lindern oder komplett zu vermeiden, auf den Abbau des Blutalkohols haben sie jedoch keinen Einfluss. Dieser ist in seiner Geschwindigkeit unveränderbar, wovon man sich aber; insbesondere in Bezug auf eine potentielle Fahrtüchtigkeit; nicht täuschen lassen darf!
Nur weil man sich fitter fühlt, ist man bei Weitem noch nicht fähiger.
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