Kampf dem Perioden-Krampf
Fast alle Frauen bekommen von der Pubertät an bis zu den Wechseljahren monatlich Besuch von ihr, und in den meisten Fällen entpuppt sich „Tante Rosa“ schnell als sowohl ungeliebter als auch unbequemer Gast, in dessen Schlepptau oft auch Unterleibsschmerzen und Krämpfe anreisen.
Sind die Symptome allzu stark und kehren monatlich in all ihrer Drastik zurück oder werden gar Monat um Monat heftiger, sollte sicherlich der Gynäkologe des Vertrauens aufgesucht werden, um tiefer gehende Ursachen (wie Hormonstörungen oder Zysten-Bildung) auszuschliessen. Doch in vielen Fällen erweisen sich auch Hausmittel bereits als äusserst hilfreich.
SCHAFGARBEN Tee
Sind die Krämpfe heftig, entpuppen sich oft magnesiumhaltige Nahrungsmittel oft als hilfreich, wie zum Beispiel ein selbst zusammengestelltes Müsli aus Haferflocken, Bananen, Nüssen sowie Sonnenblumenkernen und Milch.
Diverse Mineralwasser zeichnen sich zudem ebenfalls durch einen hohen Magnesiumgehalt aus und zudem kann man während der Periode durchaus auch mal zu speziellen Magnesiumpräparaten greifen, welche freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich sind. Diese gibt es vor Allem in Form von Brausetabletten und hier stehen wiederum viele verschiedene Geschmacksrichtungen (Orange, Johannisbeere etc.) zur Verfügung.
Ansonsten schwören auch zahlreiche Frauen auf die krampflösende und entspannende Wirkung Schafgarbentees.
Viele Frauen fühlen sich auch erleichterter, wenn sie während der Regelblutung besonders viel trinken; auch ich habe hier das subjektive Gefühl als würde ich mit jedem Schluck etwas mehr von den Beschwerden aus mir herausspülen.
Hierbei ist ein positiver Nebeneffekt natürlich auch, dass sich der Harndrang, je mehr man trinkt, desto öfter meldet und man so automatisch sehr viel häufiger die Hygieneartikel wechselt und man nicht genau abpassen muss, ob und wann es nun wieder Zeit für einen solchen Wechsel ist.
Leichter Ausdauersport erweist sich im Kampf gegen Regelschmerzen häufig ebenfalls als nützlich, wobei man hier allgemein bei Bewegung an der frischen Luft, wie auch einem kleinen Spaziergang, bereits eine Linderung verspüren kann.
Allerdings werden viele Frauen bereits die Erfahrung gemacht haben, dass es auch mal vorkommt, dass man sich vor Schmerzen kaum bewegen kann: in diesem Fall ist es natürlich müssig, Sport als Heilmittel vorzuschlagen, denn wer sich von Krämpfen geplagt nur gekrümmt vorwärts bewegen kann, wird sicherlich weder joggen noch Radfahren wollen – und es vermutlich auch nicht können.
In solchen Fällen hilft nur eines: hinlegen, bestenfalls in der Embryonalhaltung, und gar nichts tun ausser versuchen, zu entspannen. Hier kann eine kuschelige Wärmflasche gute Dienste leisten – schön, wenn man zwei Wärmflaschen zur Verfügung hat und besonders schön, wenn noch ein kleines „Helferlein“ im Haus ist, was die Wärmflaschen gegeneinander austauschen kann, sobald die aktuell genutzte abkühlt, so dass man selber tatsächlich ruhig liegen bleiben kann.
Wem eine Wärmflasche wegen des Wasserkochens und des Einfüllen des heissen Wassers in der Vorbereitung zu kompliziert ist, kann auch auf ein Kirschkernkissen zurückgreifen, welches nur im Backofen erhitzt werden muss.
Ein warmes Bad kann sich als ebenso hilfreich erweisen, aber viele Frauen möchten – verständlicherweise – während der Periode doch kein Wannenbad nehmen, aber alternativ kann man auch kurz unter die heisse Dusche hüpfen: neben der wärmend-entspannenden Wirkung ist es natürlich auch hygienischer und sauberer, wenn man sich während der Regelblutung 2-3 täglich eine schnelle Dusche gönnt, welche aber lediglich drei bis maximal fünf Minuten dauern sollte.
Häufiges Duschen trocknet die Haut zudem aus und so ist es beim Kampf gegen Unterleibskrämpfe auch bereits ausreichend, stellt man die Brause so tief, dass das Wasser lediglich ab Nabel abwärts läuft. Hier ist es absolut unnötig, den kompletten Oberkörper ebenfalls mit abzuduschen.
Sollte letztlich keines der bewährten Hausmittel helfen, sollte man aber wie eingangs erwähnt den Frauenarzt aufsuchen oder sich alternativ zumindest in einer Apotheke beraten lassen: sind die Schmerzen lediglich zwischendurch und nur für kurze Zeit unerträglich gibt es hier auch sehr gute freiverkäufliche Schmerzmittel.
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