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Hochzeitsmandeln auf dem Vormarsch

 

Seit einigen Jahren wird es auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Usus, dass man als Brautpaar auch den Hochzeitsgästen ein kleines Präsent kredenzt – in anderen europäischen Ländern, allen voran Frankreich und Italien, ist es schon seit Jahrzehnten Brauch, dass das frischverheiratete Paar den Gästen seiner Gesellschaft jeweils eine Handvoll sogenannter Hochzeitsmandeln in hübscher Verpackung überreicht. Diese Sitte wird auf die Zeit des Sonnenkönigs zurückgeführt, in der die Gäste des Hofes kleine goldene und silberne Verpackungen mit Süssem überreicht wurden, was insofern von den Bürgern übernommen wurde als dass man hier den Eingeladenen eben fünf Hochzeitsmandeln überreichte, die man in kleine Tüll-Säckchen band, aus dem Stoff, der beim Nähen des Brautkleides übriggeblieben war.

Es heisst, dass der Brauch der Hochzeitsmandeln aber gar bis in die Antike zurückreicht, in welcher Hochzeitsgästen diese Mandeln, eben unverpackt, bereits kredenzt worden sein sollen. Diese fünf Mandeln sollen Gesundheit, Glück, Wohlstand, Fruchtbarkeit und ein langes Leben symbolisieren und mit dem Geschenk der Mandeln wollen Hochzeitspaare ihren Gästen das Beste wünschen – ebenso wie die Gästeschar dem Brautpaar hoffentlich auch nur das Beste wünscht. 

Hochzeitsmandeln hübsch verpackt

In den Sack gesteckt

Wie schon erwähnt: traditionell wurden aus dem bei der Fertigung des Kleides übriggebliebenen Tüll  kleine Beutel gefertigt. Heutzutage nähen wohl die wenigsten Bräute ihre Kleider noch selbst und natürlich wird auch nicht mal eben ein Stück Stoff aus dem Brautkleid herausgerissen, um daraus Hochzeitsmandel-Verpackungen zu fertigen.

Fast alle Bastel- oder Handarbeitsläden offerieren allerdings bereits fertige Säckchen aus Organzastoff, teils auch aus Veloursleder, welche man hervorragend mit den Mandeln füllen kann.

An diese Säckchen kann man so auch einen kleinen Anhänger binden, auf dem man beispielsweise ein kleines Dankeswort geschrieben hat. Oder man notiert auf diesem Anhänger den Namen des Gastes und platziert die Hochzeitsmandel-Säckchen bereits im Vorfeld der Feier so auf den Tischen, dass aus ihnen die Tischordnung ersichtlich wird und die Hochzeitsmandeln gleichzeitig als Tischkärtchen dienen.

Und das ist doch von Pappe!

Auch kleinere Kartonagen sind im Handel erhältlich: diese gibt es in verschiedenen Farben und Formen.

So kann man, für eine Hochzeit sicherlich passend, kleine Schächtelchen in Herz-Form verwenden, um die Hochzeitsmandeln für die Gäste darin zu verstauen.

Einfache Kartonagen lassen sich sowohl aus festem Tonpapier schnell selber basteln als auch bereits günstig erwerben: diese Hüllen kann man nun ebenso mit einem „Dankeschön“ oder den Namen der Gäste versehen, wenn man auf herkömmliche Tischkarten verzichten, aber doch eine Sitzordnung festlegen, möchte.

Hier stehen Einem nun sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten offen: belässt man die Kartonagen schlicht? Sollen sie einfarbig sein, möchte man die zumeist weissen Kartonagen in einer anderen Farbe anmalen? Sollen sie gar mehrfarbig werden?

Auch kann man den Deckel mit getrockneten Blüten gestalten oder auch entsprechende Streudeko-Artikel mittels einer Heissklebepistole fest auf der Schachtel anbringen. Auf ebendiese Weise lassen sich auch kleine Figuren auf einer Kartonage befestigen.

Wer seine Hochzeit unter ein bestimmtes Motto gestellt hat, kann sich bei der Gestaltung und Verzierung der Kartonagen natürlich voll ausleben.

Gepolstert

Während ein Stoff-Säckchen die Mandeln natürlich schon geschmeidig umhüllt, liegen sie in einer Kartonage doch auf eher hartem und unschönen Boden: es ist ratsam, diese kleinen Kartons vor dem Befüllen mit Seidenpapier auszupolstern, damit das Innere nicht so kümmerlich wirkt, sondern auch einen festlicheren Eindruck vermittelt.

Mandeln gleich Mandeln?

Dem Handel ist es natürlich nicht entgangen, dass auch hierzulanden Hochzeitsmandeln immer beliebter werden und offeriert den Kunden längst spezielle „Hochzeitsmandeln“: gezuckerte und glasierte Mandeln, die sich gemeinhin unter dem Oberbegriff „Süsskram“ zusammenfassen lassen. 

Dabei kann man natürlich Mandeln jeder Art und Form verwenden. Lediglich gebrannte Mandeln sind weniger empfehlenswert, da diese zuweilen doch sehr kleben.

Einige Paare packen auch Mandeln verschiedener Art in die Verpackung; ob gezuckert oder gesalzen, geschält oder ungeschält; um zusätzlich die verschiedenen Facetten des Lebens zu symbolisieren  und bildlich darzustellen, dass das Leben nicht immer ein Zuckerschlecken ist.

Achtung

Wer sich der Tatsache bewusst ist, dass sich unter seinen Gästen eine grosse Anzahl Allergiker befindet, sollte anstelle der herkömmlichen Mandeln besser auf ein anderes Gastgeschenk wählen und den Gästen anstatt fünf Mandeln jeweils beispielsweise fünf Herzen aus Schokolade oder Fruchtgummi (zum Beispiel von Haribo) kredenzen. Die Schoko-Herzen von Stork sind sogar schon mit dem Aufdruck „Vielen Dank“ versehen und eignen sich schon von daher natürlich optimal als Gastgeschenk. 



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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