Gesunde Knabbereien - Alternativen zu Chips und Konsorten
Man kennt es: ein gemütlicher Abend oder gar eine ganze Nacht vor dem Fernseher; alleine oder in geselliger Runde, und natürlich gehört auch etwas zu knabbern auf den Tisch.
Doch insbesondere wenn bereits gesundheitliche oder auch nur „gewichtige“ Probleme vorhanden sind, sind Chips, Flips und Co. natürlich nicht die beste Wahl.
Aber welche Alternativen stehen denn zur Wahl? Vorneweg: ja, es gibt auch gesunde Knabbereien.
Besser als jegliche Chips und Flips sind zunächst Salzstangen, die sehr viel weniger Fett enthalten und auch kalorienärmer sind; Nachteil: sie enthalten aber, wie der Name schon suggeriert, Salz. Von daher sollten sie auch nicht ständig genascht werden.
Nüsse enthalten zwar prinzipiell sehr viel Fett, allerdings nur in Form der gesünderen, ungesättigten Fettsäuren, so dass sie auch allemal besser als die klassischen Kartoffelchips sind – auch Light-Chips sind übrigens nicht unbedingt besser als ihre regulären Pendants. Man sollte sich auch nicht von Aufschriften wie „jetzt mit 30% weniger Fett“ irreleiten lassen: denn wirft man hier einen Blick auf die Nährwerttabellen, wird sofort klar, dass immer noch mehr als genug Fett enthalten ist. Zum Vergleich kann man eine Packung regulärer Chips heranziehen: in diesen ist oftmals eine derart grosse Menge Fett enthalten, dass sich die 30% weniger letztlich kaum auswirken.
Zudem ist Fett ein Geschmacksträger und wird die Fettmenge dadurch reduziert, dass beispielsweise weniger Pflanzenfett beigegeben wurde, wird der Geschmacksverlust durch Geschmacksverstärker ausgeglichen, die einen noch häufiger in die Chips-Tüte langen lassen.
Also statt zu den Chips zu greifen, sollte man öfter eine Handvoll Walnüsse wegknabbern – natürlich die reinen, puren und ungesalzenen!
Eine Variation der Kartoffelchips lässt sich im Übrigen selbst herstellen: hierfür schneidet man geschälte Kartoffeln in Scheiben und würzt diese mit Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch (oder wonach einem der Sinn steht) und verteilt diese auf einem Backblech, welches man bei 180°C (Umluft) solange im Ofen verbleiben lässt, bis die Kartoffelscheiben knusprig braun sind.
Wie gesagt: hierbei handelt es sich lediglich um eine Chips-Variation und natürlich unterscheiden sich die gerösteten Kartoffelscheiben geschmacklich deutlich: natürlicher, weitaus weniger fettig, nicht ganz so kross.
Aber besonders in Verbindung mit einem leckeren und leichten Tzatziki-Dip sind sie schon fast zu besonders für einen simplen Fernsehabend. Für diesen Dip hackt man zwei Knoblauchzehen und einen halben Bund glatter Petersilie und vermengt diese gemeinsam mit 150g geriebener Gurke in 100g Frischkäse (alternativ: Naturjoghurt), welchen man noch mit zwei Esslöffeln Magerquark (aber normaler Speisequark tuts auch) verrührt. Die Masse muss nur noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden und schon ist der Dip fertig.
Die gesündeste und knackigste Knabberei wird wohl in Form einer Rohkostplatte auf den Tisch kommen: Paprikaschoten und Möhren in längliche Stücke schneiden, Kohlrabi in dünnere Scheiben schneiden und auf einem Teller schön anrichten. Auch Radieschen eignen sich: diese sollte man aber eher „am Stück“ anbieten und als ganze Kugel knabbern lassen; sind die Radieschen allerdings relativ gross, kann man sie durchaus auch in Scheibchen schneiden.
Möhren enthalten Vitamin A, welches fettlöslich ist, so dass man Möhren en masse roh futtern kann, ohne dass man etwas von den Vitaminchen hätte. Radieschenscheiben werden aufgesetzt relativ schnell etwas trockener und fader im Geschmack (aufgrund des hohen Wassergehaltes sind Gurken beispielsweise übrigens absolut ungeeignet für eine solche Rohkostplatte). Von daher sollte man ein solches Gemüse-Angebot unbedingt mit einem oder mehreren Dips anbieten.
Der genannte Tzatziki-Dip eignet sich auch hier; mein persönlicher Favorit ist aber eine Peperoni-Creme: diese gibt’s auf dem Markt beim türkischen oder griechischen Händler bereits in köstlicher Ausführung zu kaufen – oder man bereitet auch diesen Dip selbst zu.
Dazu vermischt man 200g Feta nebst 100g Crème fraîche mit zwei gehackten Knoblauchzehen, einem Bund gemischter und zuvor ebenfalls gehackter Kräuter, zwei Teelöffeln scharfen Senf und einer klein geschnittenen Fleischtomate von geringerer Grösse. Und natürlich werden auch noch ca. fünf zerkleinerte Chili-Schoten beigegeben. Am Besten eignen sich hier die grünen Peperoni aus dem Glas. Das Ganze wird währenddessen natürlich fleissig gerührt.
Die Chilis sollte man übrigens prinzipiell erst zum Schluss beimengen: drei Peperoni gehen eigentlich immer in Ordnung. Aber nach der Dritten sollte man zunächst einmal kosten, wie es nun um den Schärfegrad bestellt ist; dann die vierte Peperoni einrühren und erneut abschmecken. So wird so lange fortgefahren, bis man selbst mit dem Schärfegrad einverstanden ist: Einige erden es hier sicherlich bei den drei Chilis belassen, während Andere durchaus auch schon mal die Fitzel von acht Peperoni hinzugeben und den Dip dennoch als nur „würzig“ empfinden.
Ist der gewünschte Schärfegrad erreicht, würzt man noch mit Salz und Pfeffer nach.
Ist die Masse letztlich von der Konsistenz noch nicht cremig genug (je länger man rührt, desto sämiger wird das Ganze allerdings), kann man unter stetigem Rühren langsam noch etwas Sahne hinzufliessen lassen, bis eine schöne „Dipp-Konsistenz“ erreicht ist.
Hat man das gegenteilige Problem, dass der Dipp zu flüssig ist, kann man hier mit dem Beimengen von zusätzlichem Feta (sofern der Dip schon „fliesst“) oder auch, ist er noch nicht ganz so flüssig, etwas Naturjoghurt hinzugeben.
So hat man vor dem Fernsehgerät also immer eine kleine Knabberei und etwas Cremiges, in welches diese eingetaucht werden kann.
Und nicht nur, dass es so gesünder und frischer schmeckt (und auch ist) als Tütenknabbereien: es sättigt auch weitaus mehr.
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