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Gebrannte Mandeln hausgemacht

 

Spätestens mit der Adventszeit bricht in vielen Städten der grosse Budenzauber an, welcher sich auch unter dem Oberbegriff „Weihnachtsmärkte“ zusammenfassen lässt. Hier flanieren die Besucher zwischen zahlreichen Ständen entlang, die Luft ist erfüllt vom Duft von Harz, Nadelzapfen und Kerzenwachs, während weiterhin Duftwolken aus heissen Maroni, Glühwein und vor Allem gebrannten Mandeln an Einem vorbeiziehen.
Gebrannte Mandeln: allseits beliebt, schnell verzehrt und insbesondere, wenn man mit der ganzen Grossfamilie über den Markt schlendert, wobei natürlich alle Familienmitglieder ein ausgeprägtes Faible für gebrannte Mandeln haben, reissen ein paar dieser Tüten doch schon ein teils deutliches Loch ins Portmonee.
Wer sich hier also die Mandeln nicht leisten will oder einfach nicht leisten kann, kann ebenso wie Diejenigen, die auch abseits vom Rummel mal die ein oder andere gebrannte Mandel geniessen wollen, nur auf eines ausweichen: selber machen!
In der Tat ist es sogar ganz unkompliziert, gebrannte Mandeln selbst herzustellen und benötigt weder seltene Zutaten noch spezielle Arbeitsgeräte; dies lässt sich sogar bereits mit den Kleinen bewerkstelligen und welches Kind erzählt nicht lieber, dass es die gebrannten Mandeln selbstgemacht hat als dass die gekauft sind?

Mandeln lassen sich auf zweierlei Arten herstellen: sowohl in der Pfanne als auch in der Mikrowelle. Was man bevorzugt, muss nun jeder für sich entscheiden; persönlich favorisiere ich die Herstellung in der Mikrowelle, da ich diese als noch einen Tick einfacher empfinde, favorisiere aber gleichzeitig die gebrannten Mandeln aus der Pfanne, welche meiner Meinung nach noch einen Hauch besser schmecken. Ich muss mich somit also quasi einfach immer zwischen „einfacher“ und „noch leckerer“ entscheiden, wobei die Zubereitung in der Pfanne nun auch nicht weiter schwierig ist.

Zubereitung in der Pfanne

Man bringt 100g braunen Zucker zusammen mit einem Päckchen Vanillezucker und 75ml Wasser zum Kochen. Währenddessen wird natürlich fleissig gerührt. Danach gibt man 200g ganzer Mandeln hinzu und rührt weiter, bis der Zucker zunächst einmal trocken wurde, was übrigens durchaus dauern kann – davon nicht irritieren lassen, sondern einfach weiterrühren! Nachdem der Zucker trocken wurde, ist das Löffelschwingen aber noch längst nicht zu Ende, denn man rührt so lange weiter, bis der Zucker erneut zu karamellisieren beginnt – die Mandeln sollen immerhin „gebrannt“ sein.

Ist der Zucker nun wiederum leicht geschmolzen, sollten aufgrund des steigen Rührens natürlich auch längst alle Mandeln ringsum „verkrustet“ sein: nun kann man die Masse auf einem Backblech verteilen und abkühlen lassen; in diesem Stadium lässt sich die Masse auch noch sehr gut auseinanderbröckeln, so dass man am Ende also nicht nur einen einzigen Klumpen auf dem Blech hat, sondern tatsächlich gebrannte Mandeln.

Wer mag, kann am Anfang auch bereits etwas Zimt oder Lebkuchengewürz hinzugeben, was natürlich einen besonders weihnachtlichen Charakter verleiht. Ebenso kann man in einer „Erwachsenenversion“ das Wasser noch um etwas Amaretto ergänzen (oder auch ganz hierdurch ersetzen).

Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur mit Mandeln, sondern auch mit Haselnuss- oder Walnusskernen und auch Sonnenblumenkerne lassen sich so brennen.

Brennt man die Mandeln in der Pfanne, lassen sich die Kinder zudem sehr viel besser einbinden als wenn man die Mandeln mit der Mikrowelle zubereitet: denn hier muss ständig gerührt werden und das geht letztlich, da die Masse ja immer fester wird, mitunter doch sehr in die Arme. Von daher sollte man die jüngsten und schwächsten Kinder zuerst rühren lassen und sich dann bis zum stärksten Familienmitglied „hocharbeiten“. 

Zubereitung in der Mikrowelle

Hier verrührt man 200g Mandeln mit vier Esslöffeln braunem Zucker und drei Esslöffeln Wasser oder ersatzweise Rosenwasser (wer mag, gibt auch hier Zimt oder Lebkuchengewürz hinzu) in einer feuerfesten Form, welche man anschliessend mit einem Deckel verschlossen bei 600 Watt vier Minuten lang in der Mikrowelle gart. Danach entnimmt man die Form der Mikrowelle und rührt das Ganze nochmals kräftig durch, bevor man es erneut in die Mikrowelle gibt, wobei die Zeitschaltuhr diesmal auf nur zwei Minuten gestellt wird.

Im Anschluss kann auch diese Masse, die zuvor natürlich nochmals umgerührt wurde, zum Abkühlen auf einem Blackblech verteilt werden.

Sind die Mandeln nach dem zweiten Durchgang aber noch nicht schön krustig gebrannt, rührt man ein weiteres Mal und gibt das Ganze nun nochmals für eine Minute in die Mikrowelle. Ist die Masse beim erneuten Umrühren immer noch klebrig, wiederholt man die Prozedur „eine Mikrowellen.-Minute“ nochmals.

Dies macht man einfach so lange, bis die Masse beim letzten Rühren nicht mehr klebt und auch kein Sirup mehr abläuft, soncdern die Mandeln rundherum knackig umhüllt sind.

Auch hier ist es wichtig, die Mandeln, nachdem man sie aufs Blech gegeben hat, direkt zu „entzerren“ und weiträumig über das Blech zu verteilen.

Die Form wird hier übrigens sehr heiss und da man sie unter Umständen häufiger kurz aus der Mikrowelle nimmt, um sie anschliessend doch noch einmal hineinzugeben, ist hier besondere Vorsicht geboten: keinesfalls ohne hitzebeständige Topf-Handschuhe anfassen!

Natürlich kann man anstatt Mandeln auf ebendiese Weise auch gebrannte Nüsse oder Sonnenblumenkerne in der Mikrowelle zubereiten.

In diesem Sinne: erfolgreiches Brennen, guten Appetit und fröhliches Knabbern!

Denn das Einzige, was diesen gebrannten Mandeln (oder Nüssen bzw. Kernen) letztlich fehlt, ist der Jahrmarkt-Charakter.



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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