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Frauenliteratur - Autoren für Frauen -und manchmal auch für Männer-

 

Ob nun Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: ich vertreibe mir die Zeit gerne mit einem guten Buch. Doch während ich es mir während der kalten Jahreszeit gerne mit spannenden Thrillern oder auch Horror-Romanen vertreibe, ziehe ich diesen im Sommer die unbeschwerte, heitere Belletristik vor, die häufig unter dem Oberbegriff „Frauen-Literatur“ in den Regalen der Buch-Handlungen aufzufinden sind: Romane, dies ich selbst nicht zu ernst nehmen und die man als Leser auch nicht zu ernst nehmen sollte, damit einem die hier oftmals geschilderten skurrilen, obskuren und zumeist auch äusserst konstruierten Erzählungen auch ein Schmunzeln entlocken können. Bücher, die mich zum Beispiel aber nicht nur am Strand, sondern auch bei Krankenhausaufenthalten begleiten dürfen, wenn die Umstände bereits ernst genug sind und diese Bücher einen heiteren Gegenpol bilden.

Einige Autorinnen sind mir im Hinblick auf solcherlei Romane in den vergangenen Jahren längst positiv aufgefallen und die Werke der folgenden Damen lese ich eigentlich immer wieder gerne:

1. Kerstin Gier

Auf diese Autorin wurde ich erst im vorletzten Jahr aufmerksam, als mir eine Freundin den Roman „Für jede Lösung ein Problem“ schenkte, in welchem sich die Protagonistin nach einem verhinderten Suizid-Versuch schwertut, all Denen ins Gesicht zu blicken, die zuvor einen Abschiedsbrief von ihr erhalten hatten: beim Schreiben dieser Briefe hatte sie natürlich kein Blatt vor den Mund genommen , so dass nun ein jeder weiss, was sie von ihm hält – oder auch vielmehr nicht hält.

Weitere Aufmerksam wurde Kerstin Gier durch das Erscheinen ihrer Müttermafia-Reihe teil; eine sehr unterhaltsame Serie, bei der Frau Gier auch dem Schreibstil treu blieb, der sich in „Für jede Lösung ein Problem“ gezeigt hat.

Mit „Jungs sind wie Kaugummi“ veröffentlichte Kerstin Gier zudem einen Mädchen-Roman, der in dieselbe humorvolle Bresche schlug und der auch noch Frauen im Erwachsenenalter zum Lächeln bringt. Wirklich! Als Mutter einer Teenie-Tochter, die man zum Schmökern bewegen will, lohnt sich die Anschaffung dieses Buches durchaus : so hat man gleich ein Buch für zwei Leserinnen gekauft.

Als Jugendbücher sind auch Giers Werke der Farben-Trilogie („Rubinrot“, „Saphirblau“, Smaragdgrün“)  gekennzeichnet, dies ich auch nicht als fröhliche Schmöker deklarieren lassen, sondern eher romantisch-fantastisch zu beschreiben sind, wenn auch ihnen ebenfalls eine gewisse Beschwingtheit anhaftet. So ist auch die Farben-Trilogie, wenn auch nicht zum Lachen, doch absolut zum Lesen!

2. Eva Völler

Die von Eva Völler erdachten Geschichten sind in meinen lesenden Augen immer total überspitzt gezeichnet, was ihnen ein ganz besonderes Flair verleiht.

So ist zum Beispiel Eva Völlers „Das Chaosweib“ ein Roman, den ich inzwischen schon zum wiederholten Male gelesen habe – obwohl ich nach dem Auslesen, noch innerlich lachend, jedes Mal denke: „Das war so doof!“

Nachdem insbesondere im letzten Jahr Vampir-Romane einen besonderen Kultstatus erobern konnten und die allgegenwärtigen Blutsauger letzten Endes aufgrund ihrer Dauer-Präsenz meine Nerven schon arg strapazierten, griff ich doch auch gerne zum bereits Anfang des Jahrtausendes erschienen „Beiss mich“ , welches –ohne es damals zu ahnen- den Vampirwahn doch mit der abstrusen Story gehörig auf die Schippe nimmt.

3. Dora Heldt

Dora Heldt ist hier schon eine fast ernste Autorin: ihre Geschichten entlocken durchaus das ein oder andere Lachen, sind zudem aber mit einem Hauch Melancholie versehen und vermögen es auch, zum Nachdenken anzuregen.

Frau Heldt hat einen sehr warmherzigen Schreibstil und egal, wie witzig und spritzig das in ihm geschilderte Geschehen auch sein mag: hier habe ich bei nahezu jedem Buch das Gefühl, es würde mich umarmen.

Dora Heldts Romane sprechen die Mittdreissigerin ebenso an wie deren Mutter, die die Bücher von der Tochter geliehen hat.

4. Jan Weiler

Nein, Jan Weiler ist weder ein weiblicher Autor noch hat er sich auf lockere Literatur ausgerichtet, welche die holde Weiblichkeit als Zielgruppe hat. Allerdings hat er mich mit seinem unlängst verfilmten Bestseller „Maria, ihm schmeckts nicht“ absolut in seinen Bann gezogen – und nicht nur mich… Als der Roman dereinst in der Essecke lag, griff ihn sich ein männlicher Mitbewohner und las den Roman begeistert bis zum nächsten Tage durch – besagter Mitbewohner liest sonst allenfalls die Tageszeitung und das zuvor von ihm letztgelesene Buch war eine Schul-Pflichtlektüre gewesen.

Auch den Nachfolger „Antonio im Wunderland“ lieh er sich prompt –ebenso wie mein Vater mich bat, ihm doch ebenfalls beide Bücher einmal zu überlassen, obschon er im belletristischen Bereich eigentlich nur Kurzgeschichten liest.

Diese beiden Weiler-Bücher sind in jedem Fall ein heiterer Lese-Spass für die gesamte Familie ab 14.

5. Kirsten Rick

Zum guten Schluss möchte ich es mir nicht nehmen lassen, auf die doch eher noch unbekanntere Kirsten Rick hinzuweisen, auf die ich erst letztens aufmerksam wurde, als ich per Zufall auf ihren Roman „Schlüsselfertig“ stiess – der insbesondere derzeit sehr lesenswert ist, da der Eurovision Song Contest hier doch auch eine gewisse Rolle spielt: dieser Roman enttarnt friedliches Dorf-Leben als einen Vulkan, unter dessen Oberfläche es mehr als nur heftig brodelt  und wer in einem jener Dörfer wohnt, in denen es schon fast als rebellisch und äusserst revolutionär gilt, wenn man nur das jährliche Dorffest nicht besucht, der wird in diesem Roman seine Heimat schnell wiedererkennen.

Allerdings weckte „Schlüsselfertig“ doch sehr hohe Erwartungen in mir, die der Nachfolger „Frischluftkur“ letztlich nicht erfüllen konnte, da diese Handlung mir doch sehr wissenschaftlich konstruiert erschien. Nichtsdestotrotz habe ich auch „Frischluftkur“ natürlich ausgelesen, da vor Allem die Nebenhandlungen doch etwas an „Schlüsselfertig“ erinnerten, während der Hauptstrang leider unausgereift blieb und sich letztlich für mich nicht zufriedenstellend auflöste.

Nichtsdestotrotz: „Schlüsselfertig“ zumindest konnte sich prompt einen der oberen Plätze auf meiner privaten Rangliste der lustigen Romane erobern.

 

Zum Abschluss möchte ich nun allen eine vergnügliche Lese-Zeit wünschen! 



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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