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Ein Klassiker in neuen Gewändern

 

In vielen Supermarktregalen findet man derzeit schon die ersten Lebkuchen und Printen, die einem unmissverständlich klarmachen: der Sommer ist vorbei und Weihnachten schneller da als erwartet. Wer nicht zu denen gehört, die am Morgen des Heiligen Abends noch durch überfüllte Einkaufszentren hetzt, um unüberlegt irgendetwas (Hauptsache, nicht mit leeren Händen dastehen) zu kaufen, zählt vielleicht eher zu der Kategorie, die sich bereits einige Monate vor Weihnachten überlegen, was man wem als Geschenk präsentieren könnte: man möchte Dinge verschenken, die zum Beschenkten passen, und natürlich wäre es nicht schlecht, wenn sie aussergewöhnlich oder modern wären.

Letzteres gestaltet sich frühzeitig aber doch schon schwieriger: kaufe ich im September dem spielebegeisterten Partner die neuste Spielekonsole, hat er sie bis Weihnachten eventuell schon selber gekauft oder der Hersteller bietet ab Dezember, passend zur Adventszeit und dem großen Weihnachtsgeschäft, vielleicht bereits eine upgedatete Version heraus.

Doch warum sollte man sich nicht auf „Altes“ besinnen und statt elektronischen Spielen die Klassiker verschenken, die man gemeinsam mit der ganzen Familie bespielen kann und die in jedem Haushalt vorhanden sein sollten?

Doch auch Klassiker sind nicht gleich Klassiker, denn viele kommen heute, immer noch mit dem üblichen und altbewährtem Regelwerk versehen, in neuem Gewand her.

Das erste Spiel, welches von den meisten Menschen wohl als erstes als Familienspiel wahrgenommen wird, dürfte vermutlich das klassische „Mensch ärgere dich nicht“ sein: dieses gibt es bereits für die Jüngsten, die die Zahlen noch nicht beherrschen, in Bären-Optik aus Holz gestaltet. Auf dem Würfel sind hier verschiedene Motive abgebildet, die abwechselnd auch die Spielfelder zieren und so anzeigen, auf welches Feld man seine Figur bewegen muss.

Für Kinder mit den entsprechenden Zahlen-Kenntnissen gibt es „Mensch ärgere dich nicht“ mit den Motiven ihrer Lieblingsserien oder anderer Lieblingsfiguren, angefangen bei „Spongebob“ über „Lillebi“ und „Diddl“ bis hin zu „Winnie the Pooh“.

Diese Spiele, die in erster Linie Kinder ansprechen sollen, haben dazu einen sehr grossen Vorteil: sie sind sehr häufig sehr viel grösser gestaltet als die klassischen Versionen, sowohl vom Spielbrett her als auch vor Allem von den Figuren.

Dadurch sind die Spielfiguren natürlich besser greifbar und auch klarer erkennbar, so dass sich diese Fassungen von „Mensch ärgere dich nicht“ auch hervorragend für Menschen mit motorischen oder Sehschwächen eignen.

Während bei den genannten Spielen die Figuren eindeutig klar voneinander abgrenzen lassen, da zum Beispiel Poohs Freunde Tigger und Ferkel doch deutlich unterhalten sind, muss man allerdings bei jenen „Mensch ärgere dich nicht“-Spielen Achtung walten lassen, bei denen die Spielfiguren bis auf die Farbe identisch sind.

So gibt es unter Anderem von Simba das Spiel „Hop Hop Monti“, ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel, bei welchem die Spielfiguren Murmeltiere darstellen. Neben roten und gelben gibt es hier auch braune und graue Murmeltiere, wobei sich die beiden letztgenannten Farben kaum voneinander abheben.

Wer schlechtere Augen hat, freut sich da doch eher über die Spielfassungen, bei der die Figuren generell und nicht nur farblich unterschiedlich sind.

Für Tierliebhaber gibt es jedoch auch noch eine Variation, bei der verschiedene Tiere bespielt werden müssen, die optisch natürlich auch sofort zu unterscheiden sind. Ähnliches gilt für kleine Seeräuber, die Freude am Piraten-„Mensch ärgere dich nicht“ haben werden, bei der die Figuren anhand verschiedener Kleidung auseinander zuhalten sind.

Bekannt ist sicherlich auch das gläserne Spiel, bei dem Schnapsgläser als Figuren fungieren und bei welchem bei bestimmten Spielstellungen ein Schluck genommen werden muss: sicherlich ein lustiges Geschenk, eventuell zum 18. Geburtstag, und ein gewisses Partyvergnügen.

Für den familiären und alltäglichen Spielspaß ist es aber eher ungeeignet. Die Gläser lassen sich natürlich auch mit antialkoholischen Getränken füllen, doch das gläserne Material könnte zum Einen unter Umständen gefährlich für Kinder werden und zum Anderen schwappen die Gläser bei ungeschickten oder hektischeren Bewegungen doch auch mal über, so dass hier ein Lappen generell bereitliegen sollte.

Die gläsernen Ausgaben von „Mensch ärgere dich nicht“ zeigen, dass heute auch materialtechnisch die Auswahl deutlich gewachsen ist: nun, wo sehr viel mehr Wert auf Nachhaltigkeit und nachwachsende Rohstoffe gelegt wird, gibt es vor Allem sehr viele „Mensch ärgere dich nicht“-Spiele, die aus Holz gestaltet sind.

Leider gibt es hier kaum unterschiedliche Designs: mit dem heutigen Bewusstsein wäre es schön, wenn auch die Hersteller der „Kinder-Spiele“ diese eher aus Holz statt aus Kunststoff produzieren lassen würden.

So lassen sich die Holz-Variationen aber zumindest momentan noch hauptsächlich in der klassischen Gestaltung finden, wodurch das „alte“ Spiel aber natürlich sehr viel edler wirkt.

Immerhin hat man hier aber auch verschiedene Auswahlmöglichkeiten, was die Grösse des Spielbretts als auch seine Form anbelangt: soll es eher klein oder doch groß sein, die klassische Quadrat-Form aufweisen oder doch eher wabenförmig sein?

Ältere Familienmitglieder freuen sich sicherlich über ein schickes großes Spiel aus Holz, bei welchem auch ihre Augen nicht überanstrengt werden.

Somit bietet auch ein so simples Spiel wie „Mensch ärgere dich nicht“ heutzutage doch viele Formen und Farben, so dass es nicht als Notkauf verstanden werden kann, da man sich doch Gedanken über Vorlieben und Schwächen des zu Beschenkenden machen muss. Dadurch wird ein solches Geschenk aber auch erst persönlich und der Spielspaß entsprechend größer.  

Eine Freundin von mir, die vergleichsweise wenig spielt, schwelgte zum Beispiel eine Weile in Kindheitserinnerungen und erzählte, wie sehr sie „Winnie the Pooh“ gemocht habe.

Zum nächsten Anlass, ihrem 20. Geburtstag, schenkte ich ihr daraufhin das entsprechende „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel, was erfreut in Empfang genommen und sogleich gespielt wurde. Aber nicht nur sie reagierte begeistert auf diese Fassung, sondern das Spiel muss bei Partyabenden mit Freunden auch immer dabei sein und wenn jüngere Verwandte zu Besuch sind, wird von diesen auch immer sehr schnell jenes Spiel verlangt.

Man sollte also nicht davon ausgehen, dass die „Kinder-Versionen“ ausschließlich für Kinder geeignet sind, sondern tatsächlich nach persönlichen Präferenzen gehen.

Wer bestimmte „Mensch ärgere dich nicht“-Fassungen sucht, sollte im Übrigen nicht nur nach „Mensch ärgere dich nicht“ Ausschau halten, da das Spiel oftmals auch als „Ludo“ oder „Don`t worry“ vertrieben wird.

Aber die Tatsache, dass es „Mensch ärgere dich nicht“ in derart vielen Versionen gibt, beweist nur eines: der Klassiker macht immer noch Spaß und ist keinesfalls veraltet!



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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