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Duftendes Körperpuder

 

Ich liebe schöne Gerüche und bin begeisterte Nutzerin duftender Körperpflegen und greife häufig auch auf parfümierte Körperlotionen zurück. Aber vor Allem im Hochsommer, wenn die Temperaturen an neuen Hitze-Rekorden nagen, versuche ich es doch morgens zu vermeiden, mich einzucremen, sofern meine Haut nicht danach verlangt. Denn man kennt es: im noch angenehm kühlen Heim eingecremt, scheint die Lotion zwar vollständig eingezogen, aber gerät man in der Hitze dann doch ins Schwitzen, scheint die Haut die Körperpflege wieder „auszuspucken“. Die Haut  wird dann schnell ölig oder fühlt sich speckig an und besonders dort, wo Haut auf Haut liegt, wie zum Beispiel in den Hautfalten, entsteht ein deutliches „Creme-Schwitzen“.  Arbeitet man beispielsweise mit angewinkelten Armen, bildet sich in der Ellbeuge doch sehr schnell ein schlieriger Film.

Eine tolle Alternative zu Bodylotion oder Bodymilk stellen für mich während derart Hitze-Perioden pflegende Körperpuder dar, die den Schweissfluss nicht nur leicht zu regulieren vermögen, sondern die es weiterhin auch in verschiedenen Duft-Variationen gibt, auch wenn heute kaum noch Körperpuder innerhalb von Duft-Linien vertrieben werden, während es vor einigen Jahren noch gang und gäbe war, dass es zu einem Parfum auch das passende Körperpuder gab.

Besonders in den südländischen Gebieten ist Körperpuder aber immer noch ein rege genutztes Beauty-Produkt, da es nicht nur Glanz von der Haut nimmt, sondern verschiedene Puder auch leicht regulierend wirken, was die Transpiration anbelangt, und somit noch dann trocken halten, wenn man ohne aufgetragenes Körperpuder schon längst zerflossen wäre.

Körperpuder hat aber auch immer gegen viele Vorurteile zu kämpfen: so soll es immer viel zu sehr stauben und weisseln, es soll die Poren verstopfen und ohnehin absolut ungesund sein. Richtig ist: heute basieren die meisten Puder wie früher noch auf Talkum-Basis, obschon man inzwischen davpon ausgeht, dass Talk, wird es eingeatmet, gesundheitsschädlich ist.  Bestäubt man den Körper nun mit Puder, ist es nur logisch, dass auch etwas davon in die Luft gelangt und eingeatmet wird. Hier wird Talk verdächtigt, zum Entstehen von Lungenkrebs beizutragen. Bei talkumhaltigen Pudern, die in der Intimzone (beispielsweise nach dem Rasieren) benutzt werden , geht man heute davon aus, dass so die Entstehung von Eierstockkrebs begünstigt wird.  Es stimmt also, dass Körperpuder aufgrund des Inhaltsstoffes Talkum mitunter gesundheitsschädigend sein können, aber es gibt doch auch diverse Puder, die ohne diesen Bestandteil auskommen und völlig frei von Talkum sind.

So enthält unter Anderem das Seidenpuder von Dr. Hauschka keinen Talk und zeichnet sich unter Anderem durch seine Vielseitigkeit aus, leider auch durch einen etwas höheren Preis, der sich hier aber absolut rentiert. „Seidenpuder“ – das klingt bereits sehr sanft und so verhält es sich auch auf der Haut. Hier liegt das Puder zart wie Seide auf der Haut und trocknet diese auch nicht aus, sondern pflegt diese sogar.  An den Beinen angewandt verhindert das Puder beispielsweise Rasurbrand und auch als eine Art Trocken-Shampoo lässt es sich tadellos einsetzen: am Ansatz verteilen und von hier aus kräftig einkämmen (es bleibt weder eine sichtbare Puderschicht auf dem Kopf zurück noch staibt es beim Kopf schütteln, aber Fett wird hier sehr gut aufgesogen und die Haare müssen auch nicht täglich gewaschen werden, um nicht strähnig zu erscheinen) . Dr. Hauschkas Seidenpuder riecht zudem eher herb-frisch; mich erinnert der Duft immer sehr an Zitronenmelisse und Olive; also eher unisex.

Es stimmt aber, dass Körperpuder sehr viel „Staub“ aufwirbeln können, so dass man Puderkrümel oder helle Flecken auf der Kleidung liegen hat; meiner Erfahrung nach ist dies aber vor Allem dann der Fall, wenn man zu schnell zuviel vom Puder aufnimmt: viele Körperpuder sind in Streudosen enthalten (wie auch der zart nach Thymian duftende körperpuder von Azzurro Paglieri, welcher im Übrigen nicht frei von Talkum ist).  Grössere Hautstellen kann man hier direkt mit dem Puder bestreuen, wobei man die Dose schräg halten sollte, da das Puder sich so vorsichtiger dosieren lässt.  Im Allgemeinen empiehlt es sich aber, etwas vom Puder in die Handflächen zu geben und es anschliessend reibenderweise auf der Haut zu verteilen.

Andere Körperpuder sind in offenen Dosen enthalten: wer noch ein Streu-Behältnis zur Verfügung stehen hat (und sei es auch nur ein etwas grösserer, ausrangierter Salz- oder Pfefferstreuer), sollte sich nicht scheuen, umzufüllen. Ansonsten lassen sich die Puder auch mit Quasten auf dem ganzen Körper verstreichen. Mir persönlich geben diese aber immer zuviel Puder ab und von daher bevorzuge ich es in solchen Fällen, das Puder mit einem grösseren Puderpinsel auf der Haut zu verteilen.

Eingangs erwähnte ich bereits, dass es Körperpuder früher oftmals im Rahmen von Duft-Linien gab; wer sich heute nicht damit begnügen möchte, dass es zu seinem Duft kein passendes Puder gibt, kann sich ein entsprechendes Körperpuder auch selbst zusammenmixen: viele Cremes gibt es heutzutage auch in kleinen Probetiegeln. In ein solches Testdöschen, selbstverständlich geleert und gründlich gereinigt, gebe ich ein neutraleres Puder hinein – hier eignet sich vor Allem simples Babypuder. Leider gibt es kaum ein talkumfreies Babypuder, so dass man sich hier mit den Pudern auf Talk-Basis begnügen oder sich etwas länger durch die Angebote suchen muss. Das Babypuder des Direktvertriebs Neway ist beispielsweise frei von Talkum. Das Puder beträufel ich anschliessend mit einigen Tropfen meines gewünschten Parfümduftes und verschliesse die Dose daraufhin. Das Parfüm lasse ich nun 1-2 Tage einziehen: das Puder ist hernach zunächst etwas klumpig, da das Parfüm eben feucht war, lässt sich aber mit dem Mörser einfach zerstossen. Das Puder mische ich danach unter das „Originalpuder“; so zieht der Duft auch hier durch. Wünscht man einen intensiveren Duft, mengt man dem Puder einfach mehr Parfüm bei oder benutzt direkt die parfümierte Kleinmenge anstatt diese wieder mit dem restlichen Puder zu vermengen.  

Auf dieselbe Weise lässt sich Puder natürlich auch mit reinen ätherischen Ölen beduften., aber ob nun auf diese oder jene Weise: in jedem Falle erhält man ein einzigartiges, individuelles Produkt zur Körperpflege. 



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Badeentchen

299

Aufgenommen:Aug 7, 2010

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