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Die trockene Kopfhaut juckt und schuppt?

 

Hersteller von Haarpflege-Produkten offerieren zumeist Shampoos, Spülungen, Haarkuren und Co. in Form von speziellen Serien, die für die verschiedensten Haartypen geeignet sein sollen: so gibt es längst Produktreihen  für feines, fettiges, trockenes, sprödes oder auch schuppiges Haar. Schaut man sich in Onlineforen und anderen Plattformen im worldwide web einmal um, erkennt man aber schnell, dass heute doch auch recht viele Leute mit einer trocken-schuppigen Kopfhaut zu kämpfen haben und auf einer verzweifelten Suche nach einer Lösung für dieses Problem sind.  Denn leider ist das Gros der herkömmlichen Anti-Schuppen-Shampoos auf grundsätzlich eher fettiges Haar ausgerichtet und beinhaltet daher Stoffe, die dem Haar Fett entziehen. Ist das Haar ohnehin schon trocken, ist dieser Effekt natürlich alles Andere als erwünscht.

Aber auch den Menschen, die bei eher sprödem Haar über eine juckend-schuppige Kopfhaut klagen, die sich oftmals besonders im Bereich des Ansatzes äussert, kann geholfen werden: hier gibt es neben klassischen Kosmetikprodukten oder Arzneilösungen auch einige Hausmittel, die sich durchaus als hilfreich entpuppen können.

Sind die Haare bereits recht spröde, sollte man es in jedem Fall vermeiden, sie zu überpflegen: generell müssen die meisten  Haare nicht unbedingt jeden Tag gewaschen werden. Wer eine starke Naturkrause hat, dem erscheint das tägliche Waschen natürlich praktischer, weil die Haare so einfach griffiger sind und im nassen Zustand besser kämmbar sind: hier ist allerdings zu überlegen, ob es in diesem Fall nicht absolut ausreichend ist, etwas Wasser in eine Sprühflasche zu füllen und die Haare so anzufeuchten, so dass sich die Frisur bereits besser definieren lässt.

Weniger (Waschen) ist manchmal mehr 

Im Allgemeinen reicht es aber absolut aus, die Haare 2x pro Woche zu waschen: bei kürzerem Haar kann man hier getrost ein mildes Baby-Shampoo verwenden. Am Besten eignen sich hier Shampoos, die Olivenöl als Bestandteil in sich bergen: so enthält zum Beispiel das Sanosan Babyshampoo Olivenöl und wer lieber zur Naturkosmetik greift, kann das Babyshampoo „Ringelblume“ von Logona benutzen, in welchem ebenfalls Olivenöl verarbeitet wurde.

Bei längeren Haaren verwendet man besser weizenkeimölhaltige Produkte: von Guhl gibt es hier die kleine Serie „FeuchtigkeitsBalance“, die hauptsächlich durch Weizenkeimöl wirkt. Neben dem Shampoo und die passenden Spülung gibt es auch noch ein entsprechendes Schutzspray, welches lediglich auf das Haar aufgesprüht wird und das Haar im Folgenden vor äusseren Einflüssen schützen soll.

Ist die Kopfhaut arg strapaziert und juckt besonders ausgeprägt, bietet Guhl mit den „Kopfhaut Sensitiv“-Produkten (ein Shampoo und eine Beruhigungs- und Pflegelotion) auch die passende Pflege an; generell ist zu überlegen, ob man die Beruhigungs- und Pflegelotion nicht als Ergänzung zu den „Feuchtigkeits Balance“-Erzeugnissen verwenden möchte, da sie dem Juckreiz entgegensteht.  Aber Achtung: bei den auswaschbaren Guhl-Produkten wie Shampoos und Spülungen handelt es sich in der Regel um Konzentrate. Im Vergleich zu den „normalen“ Shampoos benötigt man hiervon mengenmässig pro Anwendung nur einen Bruchteil und verdünnt die Konzentrate in der Handfläche noch mit etwas Wasser, bevor man sie in die Haare gibt.

Shampoo gehört auf den Kopf und nicht in die Haare

Zudem sollte man Shampoo, welches in erster Linie zu Reinigungszwecken dient, nur leicht in die Haare am Ansatz und am Oberkopf einmassieren: wird es ausgewaschen, verteilt es sich automatisch auch über die Längen. Spülungen hingegen dienen vor Allem einen Pflegeeeffekt und werden von daher eher nur in die Längen und Spitzen einmassiert.

Da Guhl zwar teils natürliche Inhaltsstoffe verwendet, aber gemeinhin nicht als traditionelle Naturkosmetik gelten kann, müssen sich Naturkosmetik-Fans hier anderweitig behelfen. Hier kann zum Beispiel das Brennessel-Molke-Shampoo von Sanoll zum Einsatz kommen.

Ob kurzes oder langes Haar…

… bei eventuell gar schon juckender und trocken-schuppiger Kopfhaut empfiehlt sich zudem die Anwendung von Birkenhaarwasser. Tipp: das Birken-Haarwasser in eine kleine verschliessbare Sprühflasche füllen,  die man auch prima mitnehmen kann. Das Birkenhaarwasser wird 1-2x täglich und vor Allem auch dann, wenn der Juckreiz wieder zu übermächtig werden scheint, auf das Haar aufgesprüht – ob die Haare hierbei nass oder trocken sind, ist absolut unwesentlich.

Kur-laub...

Wenn die Kopfhaut juckt und schuppt, sollte man es auch nicht versäumen, die Haare regelmässig zu kuren. Anstelle von Fertig-Produkten sind hier besonders einige hausgemachte Haarkuren empfehlenswert.

... mit Olivenöl

Wer es gerne puristisch mag, ölt das Haar einfach ein: hier muss man sich auch nicht nur auf Ansatz und Oberkopf beschränken, sondern kann das Öl unbesorgt auch in die Spitzen einarbeiten, insbesondere wenn diese etwas spröder sind. Das Olivenöl kann man gleich auf dem trockenen, ungewaschenen Haar anwenden. (Tipp: das Öl vor der Anwendung leicht anwärmen!)

Nach dem Einmassieren wickelt man sich möglichst ein altes Handtuch in Form eines Turbans um den Kopf; wer den Pflegeffekt besonders verstärken kann, kann die Haare zudem vorher noch mit Folie umwickeln – hier wird oftmals Alufolie empfohlen, wobei sich aber normale Frischhaltefolie noch besser eignet, da diese sich einfach besser anwenden lässt, da sie im Vergleich zur Alufolie doch deutlich elastischer ist.

Wer nicht alleine lebt, massiert das Olivenöl (natives, kaltgepresstes) bereits am frühen Abend in die Haare ein und spült es frühestens zwei Stunden später mit einem milden Shampoo aus.

Wer sein Bett des Nächtens nicht teilen muss, lässt das Olivenöl einfach mal über Nacht einziehen; bis zum nächsten Morgen ist es von den Haaren zumeist schon so sehr aufgesogen worden, dass es reicht, mit einer weichen Bürste einige Male durch die Haare zu gehen und man das Olivenöl gar nicht zwangsläufig auswaschen muss – viele stört hier aber doch der Duft, der dann von den Haaren ausgeht, dass man die Haare doch lieber wäscht. Alternativ kann man natürlich mal probieren, ob das aufgesprühte Birkenhaarwasser diesen Geruch bei Einem selbst nicht bereits aus den Haaren nimmt.

Derjenige, der gerne etwas intensiver kuren möchte, vermengt Olivenöl einfach zu gleichen Teilen mit verquirltem Eigelb (d.h. beispielsweise 3 EL Olivenöl und 3 Esslöffel Eigelb – diese Menge ist vor Allem bei kürzeren Haaren schon mehr als ausreichend) und lässt diese Kur ebenso (lange) einwirken. Allerdings entwickelt sich hier aufgrund der zugegebenen Eimasse doch schnell ein deutlich unangenehmerer, penetranter Geruch.

... mit Joghurt 

Eine schnellere und in jedem Fall deutlich bessere Haar-Packung, die sowohl Feuchtigkeit spendet als auch der Austrocknung entgegenwirkt, erhält man folgendermassen: man vermengt Naturjoghurt im Verhältnis 2:1 mit Weizenkeimöl (beispielsweise von Primavera) und gibt noch einige Spritzer Zitronensaft (bestenfalls selbstgepresst) hinzu. Das Verhältnis sollte demnach letztlich ungefähr so aussehen: 4 Esslöffel Naturjoghurt, 2 Esslöffel Weizenkeimöl und ein Esslöffel Zitronensaft. Diese Mischung vermengt man sehr gut; nach ein wenig Rühren ist die Masse nicht nur streichzart, sondern der Joghurt auch etwas flüssiger, so dass sich das ganze Gemisch wie eine leichte Creme bzw. eben eine industriell gefertigte Haarkur auf dem Haar verteilen lässt, ohne zu tropfen. Mit einem grobzinkigen Kamm lässt sich diese Kur noch besser und grossflächiger im Haar verteilen. Die Joghurtpackung wird auf das Haar aufgetragen, nachdem es zuvor angefeuchtet hat, und bereits nach einer knappen Viertelstunde wieder ausgespült. Prinzipiell kann man auch diese Haarmaske länger einwirken lassen, aber der Joghurt trocknet dann in den Haaren doch noch leicht an und wird bröckelig, so dass das Auswaschen bei längerer Einwirkzeit dementsprechend schwieriger werden könnte, insbesondere bei längerem Haar.

Alles hat ein Ende 

Wer seine Haare nun maximal jeden zweiten Tag wäscht, aber täglich regelmässig auf Birkenhaarwasser zurückgreift und einmal wöchentlich eine Haarkur wie beschrieben anwendet, sollte nach geraumer Zeit bereits feststellen können, dass sich die Kopfhaut deutlich normalisiert hat und weniger schuppt und auch nicht mehr so schnell juckt.

Sollte keines der einfachen Mittelchen anschlagen, sollte man aber doch unbedingt seinen Arzt, bestenfalls einen Dermatologen, aufsuchen, um krankheitsbedingte Ursachen auszuschliessen: so könnte auch ein Hautpilz der Grund allen Übels sein.


Doch lieber die chemische Keule?

Traut man der Kosmetik und auch der Küche hier eh nicht so recht, kann man auch auf Terzolin-Lösung zurückgreifen, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist und sowohl bei einer Hautpilzerkrankung als auch bei Kopfhautschuppung helfen soll, wobei Terzolin aber eher für fettige Kopfhaut konzipiert ist. Terzolin-Lösung dient als eine Art Shampoo für die betroffenen Kopfhautstellen, also nicht für das gesamte Haar.

Es existieren zahlreiche Erfahrungsberichte von Betroffenen, die berichten, Terzolin habe ihnen auch bei ihrer juckenden, trocken-schuppigen Kopfhaut geholfen. Hier muss man allerdings unbedingt darauf achten, das Haar zusätzlich mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.  


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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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