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Deo-Alternativen, selbstgemacht

 

Vor einigen Jahren hatte ich mit einem immer wiederkehrenden Abszess in der Achselhöhle zu kämpfen. Damals trug mein Arzt mir auf, bis zum Abheilen auf den Gebrauch herkömmlicher Deodorants zu verzichten und möglichst nur noch klares, kaltes Wasser an meine Achseln zu lassen.
Im Winter bereitete mir dies keine grossen Schwierigkeiten, während es mir im Sommer hingegen doch nicht geheuer war und ich es zudem als äusserst umständlich empfand, mich regelmässig unter den Armen waschen zu müssen. Dies war besonders im Urlaub und auf Ausflügen doch eher unpraktisch.
Von daher machte ich mich auf die Suche nach Deo-Alternativen und stiess relativ schnell auf die Möglichkeit, sein Deo selbst herzustellen, was letztlich äusserst einfach ist.
Heute habe ich zwar schon lange keine Probleme mehr mit Abszessen; diese sind mit der Pubertät weitesgehend verschwunden; und benutze auch vornehmlich gekaufte Deodorants, aber ab und an rühre ich mir doch immer noch einen Deo-Ersatz zusammen.
Im Folgenden möchte ich nun erzählen, was sich denn zu diesem Zweck eignet und wie man es am Besten anwendet.

Wer es ganz besonders simpel mag, verwendet puren Apfelessig, in dem er diesen auf ein Wattepad träufelt und mit diesem durch die Achselhöhlen streicht.
Während der Anwendung ist der Apfelessig-Geruch zwar deutlich wahrnehmbar, doch er verflüchtigt sich im Anschluss zum grössten Teil sehr schnell.
Ein wenig säuerlich riecht man hier zwar weiterhin unter den Armen, aber dazu muss man schon sehr genau an der Haut schnuppern.

Eine angenehm duftendere Lösung ist hier reines Kokosöl: dieses ist generell eher fest und erinnert von der Konsistenz her stark an Butter. Gibt man aber etwas Kokosöl in die Handflächen und reibt diese gegeneinander, wird das Kokosöl durch die Körperwärme schnell sehr viel cremiger und streichfähiger.
Kokosöl zieht schnell in die Haut ein, hinterlässt auf de Kleidung auch keine Flecken, und riecht nur ganz schwach nach Kokos.

Sowohl Apfelessig als auch Kokosöl sind im Übrigen im regulären Lebensmittelhandel zu finden und stehen dort; natürlich; in der Abteilung „Essig und Öl“.
Sollte einem letztlich weder Apfelessig noch Kokosöl als Deo-Ersatz zusagen, kann man Beides immerhin auch noch zum Kochen, Backen und Braten verwenden.

Mit Apfelessig lässt sich übrigens auch ein hervorragendes Deo-Spray herstellen: hierzu vermischt man 30ml Apfelessig mit 70ml Wasser in einer der Menge entsprechenden Sprühflasche und gibt nach Belieben noch 40-60 Tropfen ätherischer Öle hinzu.
Hier eignen sich besonders talg- und schweissregulierende sowie hautberuhigende Öle wie Salbei, Kamille oder Calendula.
Aber natürlich kann man auch hier einfach die Öle verwenden, die man vom Geruch her vorzieht und im Duft liegt auch der Grund der sehr ungenauen Mengenangabe bezüglich der Beigabe ätherischer Öle: einige dieser Öle riechen sehr intensiv, so dass man hiervon prinzipiell weniger verwenden sollte, wenn das fertige Deo letztlich nicht zu penetrant duften soll.

Ein weiteres Deo-Spray lässt sich aus Wasser und Natron (Speisesoda) zaubern: Natron ist oftmals sehr körnig und löst sich nur schwer auf, wobei das Natron von Dr. Oetker sehr pulverfein ist und hier kaum Schwierigkeiten bereitet.
Generell sollte man, da es sich so besser auflöst, Wasser zunächst abkochen und dann das Natron in das heisse, aber nicht mehr kochende Wasser einrühren.
Die so gemischte Flüssigkeit wird nach dem Abkühlen ebenfalls in eine Sprühflasche abgefüllt. Toll ist es gibt man nun noch etwas Zinkoxid-Pulver hinzu.
Hier reicht es vollkommen aus, sowohl einen halben Teelöffel Soda als auch einen halben Teelöffel Zinkoxid auf 100ml Wasser zu verwenden.
Wer mag, kann des Duftes wegen natürlich auch hier noch ein paar Tropfen ätherischer Öle beimischen.

Die so selbst hergestellten Deosprays enthalten nun keine Konservierungsstoffe und sind daher nicht so lange haltbar wie die Industrie-Deos. Will man das Spray länger haltbar machen, gibt man einfach etwas reinen Alkohol (ca. 5ml auf 1 Liter) hinzu.

Man kann die Achseln übrigens auch mit Thermalwasserspray anfeuchten und sie anschliessend mit einem Wattepad, auf welchen man etwas Natron gegeben hat, abreiben. Allerdings wird die Variante mit dem aufgelösten Speisesoda häufig besser vertragen, während die Watte-Abreibungs-Methode häufig eine Überdosierung des Natrons nach sich zieht.
Gibt man aber tatsächlich nur minimal Natron auf die Watte, funktioniert auch dieser Deo-Ersatz sehr gut.

Heutzutage muss man also wirklich nicht resignieren, findet man im Deo-Regal nicht das richtige Produkt für sich, sondern kann sich auch ganz ohne grossen Aufwand schnell ein ganz persönliches Deo zusammenzaubern.



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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